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28. Januar 2010, 09:04 Uhr

Teheran lässt zwei "Feinde Gottes" hinrichten

Das iranische Regime geht gnadenlos gegen seine Kritiker vor: Zwei Demonstranten der Juni-Unruhen wurden hingerichtet, auf neun weitere Oppositionsanhänger wartet der Strang.

Iran, Opposition, Todesstrafe, Todesurteil, Demonstration, Unruhen

Protest der Opposition nicht gedultet: Die iranische Staatsmacht ging hart gegen die Demonstranten vor© DPA

Sieben Monate nach den Unruhen im Iran sind die ersten beiden Anhänger der Oppositionsbewegung hingerichtet worden. Mohammad Resa Ali Samani und Arasch Rahmanipur wurden am Donnerstag gehängt, wie die iranische Nachrichtenagentur Isna meldete. Die "Feinde Gottes" seien wegen der Zugehörigkeit zu bewaffneten Oppositionsgruppen und wegen versuchten Umsturzes zum Tode verurteilt worden. Gegen neun weitere Personen wurde laut Isna ebenfalls die Todesstrafe verhängt, weitere Verfahren sind noch nicht abgeschlossen.

Die Massenproteste im Juni vergangenen Jahres richteten sich gegen das Ergebnis der Präsidentschaftswahl, bei der Staatschef Mahmud Ahmadinedschad im Amt bestätigt wurde. Die Opposition wirft ihm Wahlbetrug vor, was die Regierung zurückweist.

Die Unruhen, bei denen Dutzende Menschen getötet und mehr als 4000 Regierungskritiker festgenommen wurden, stürzten den Iran in die schwerste innenpolitische Krise seit Gründung der Islamischen Republik vor 30 Jahren. Bei der Niederschlagung der Proteste Ende Dezember wurden amtlichen Angaben zufolge acht Menschen getötet, unter ihnen auch ein Neffe des Oppositionspolitikers Mir Hussein Mussawi.

APN/AFP
 
 
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