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Wegen Korruptionsvorwürfen hat die israelische Polizei einen ranghohen Vertreter der Kadima-Partei von Oppositionschefin Zipi Livni festgenommen.
Knapper geht es kaum: Die Regierungspartei Kadima hat die Wahlen in Israel mit einem Sitz Vorsprung gewonnen. Doch wer regieren wird, ist offen - denn neben Kadima-Chefin Zipi Livni sieht sich auch Oppositionsführer Benjamin Netanjahu als Sieger. Für eine Mehrheit braucht er die Unterstützung der rechten Parteien, und die sind nicht abgeneigt.
Israels Außenministerin Zipi Livni ist neue Chefin der regierenden Kadima-Partei - und damit aussichtsreichste Kandidatin für das Amt des Ministerpräsidenten. Allerdings hat ihr Konkurrent um den Parteivorsitz, Schaul Mofas, angekündigt, die Abstimmung anfechten zu wollen.
Die Kadima hatte sich erst im November unter Führung Scharons vom Likud-Block abgespalten. Nun gewann sie die Parlamentswahl. Für Likud-Chef Benjamin Netanjahu ist das Ergebnis eine schwere Niederlage.
Ministerpräsident Ehud Olmert hat seinen Rückzug angekündigt. Zunächst will er nicht mehr für den Vorsitz seiner Partei kandidieren. Wenn ein Nachfolger gefunden ist, will er auch von der Regierungsspitze abtreten. Mögliche Nachfolger stehen schon bereit. Der Friedensprozess im Nahen Osten soll wie geplant weiterlaufen.
Bei der israelischen Parlamentswahl hatte der Favorit Benjamin Netanjahu die Rechnung wohl ohne seine Gegnerin Zipi Livni gemacht. Die Außenministerin und Ex-Agentin des Geheimdienstes Mossad kam mit hauchdünnem Vorsprung auf Platz eins. Trotzdem: Drei Spitzenkandidaten sehen sich als Sieger.
Der Gaza-Krieg beschert Israels Außenministerin Zipi Livni und Verteidigungsminister Ehud Barak enorme Popularität. Beide hoffen nun auf einen Sieg bei der Parlamentswahl im Februar. Doch misslingt der Militärschlag, droht auch Livni und Barak eine verheerende Niederlage.
Zipi Livni gilt als unterkühlt, aber glaubwürdig - und damit als Gegenentwurf zur israelischen Politik. Nun ist sie an die Spitze ihrer Partei gewählt worden und wird wohl Israels neue Regierungschefin werden. Zuvor allerdings muss sie sich ihren Weg durch ein unübersichtliches Parteinwirrwarr bahnen.
Wichtiger Wahlerfolg für Israels Außenministerin Zipi Livni: In einer richtungsweisenden Abstimmung hat die Regierungspartei Kadima Hochrechnungen zufolge Livni zur neuen Vorsitzenden gewählt. Die 50-Jährige löst Ehud Olmert als Parteichef ab. Damit hat sie gute Aussichten, auch Ministerpräsidentin zu werden.
Es ist eine illustre Riege, die derzeit um den Posten des israelischen Ministerpräsidenten kämpft: Ein ehemaliger Kibbutznik, einer mit Spitznamen Bibi, ein iranischer Jude, der den Iran bekämpfen will und eine Schlagzeug spielende Ex-Agentin.
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