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Deutschland liefert erneut Waffen und Ausrüstung an Kurden

Deutschland schickt eine weitere Lieferung mit Waffen und Ausrüstung in den Nordirak - auch die von den Kurden geforderten panzerbrechenden Raketen. Die Peschmerga sollen damit den IS bekämpfen.

  Bereits mit der ersten Waffenlieferungen im Herbst 2014 waren deutsche Fallschirmjäger mitgefahren, um die Peschmerga darin einzuweisen

Bereits mit der ersten Waffenlieferungen im Herbst 2014 waren deutsche Fallschirmjäger mitgefahren, um die Peschmerga darin einzuweisen

Deutschland liefert den Kurden im Nordirak weitere Waffen, Ausrüstung und Verbandmaterial, um sie im Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu unterstützen. Darunter seien unter anderem 500 Panzerabwehr-Raketen des Typs Milan und 30 Abschussgeräte dafür, erklärte das Verteidigungsministerium am Freitag. Außerdem werde Deutschland den Peschmerga 200 Panzerfäuste mit 2400 Schuss Munition, 4000 ältere Sturmgewehre des Typs G3 mit zwei Millionen Schuss Munition sowie zehn Maschinengewehre und 10.000 Handgranaten schicken.

Vor den Waffen sollen nach Angaben des Ministeriums allerdings andere Ausrüstungsgüter geliefert werden. Darunter sind jeweils zehn gepanzerte Patrouillenfahrzeuge und Sanitäts-Unimogs, Verbandmaterial und je 6000 Satz Mützen, lange Unterwäsche, Kampfstiefel, Handschuhe und Helme.

Iakische Zentralregierung soll auch beliefert werden

Kurden-Präsident Massud Barsani hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei ihrem Besuch in Erbil Mitte Januar um weitere Waffenlieferungen gebeten. Seine Generale erklärten, dass die Peschmerga dringend Verbandmaterial und mehr panzerbrechende Waffen wie die Milan brauchten. Sie sollen gegen die gepanzerten Fahrzeuge eingesetzt werden, die der IS von der irakischen Armee erbeutet hatte. Deutschland hatte bereits Ende des vergangenen Jahres Waffen und Material an die Kurden geliefert.

Die Bundesregierung erklärte nun zudem ihre grundsätzliche Bereitschaft, auch die irakische Zentralregierung mit Ausrüstung zu unterstützen. Bundeskanzlerin Angela Merkel nannte nach einem Gespräch mit dem irakischen Ministerpräsidenten Haider al-Abadi als Beispiele Helme, Nachsichtgeräte und Winteruniformen. Al-Abadi erklärte jedoch, er wünsche sich auch Waffenlieferungen. Diese solle es aber nicht geben, erklärte das Bundesverteidigungsministerium.

fin/Reuters/Reuters
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