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25. August 2009, 20:57 Uhr

Mehr als 40 Tote durch Bombenserie

Durch die Präsidentschaftswahl in der vergangenen Woche hat die Gewalt in Afghanistan noch einmal zugenommen. In Kandahar detonierten am Dienstag gleich fünf Bomben nahezu gleichzeitig - mit verheerenden Folgen.

Kandahar, Anschlag, Attentat, 40 Tote

Nächtliche Trümmer in Kandahar: Mehr als 40 Menschen starben durch eine Bombenserie© Allauddin Khilji/AP

Ein verheerender Anschlag mit mindestens 41 Toten in der Stadt Kandahar hat am Dienstag die Bekanntgabe der ersten Ergebnisse der Präsidentenwahl in Afghanistan überschattet. Wie die Wahlkommission mitteilte, liegen Amtsinhaber Hamid Karza und der frühere Außenminister Abdullah Abdullah gleichauf. Nach Auszählung von rund zehn Prozent der Stimmen kamen demnach beide auf etwa 40 Prozent. Derzeit sieht alles nach einer Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen aus.

Seit der Präsidentschaftswahl hat die Gewalt im Land am Hindukusch stark zugenommen. Bei dem schweren Anschlag im südafghanischen Kandahar sind laut Polizei neben den über 40 Todesopfern mindestens 66 Verletzte zu beklagen. Nach Behördenangaben detonierten fünf Autobomben gleichzeitig vor dem Gebäude einer japanischen Baufirma, die viele Pakistaner beschäftigt. Das Firmengebäude sei völlig zerstört worden, berichteten Reporter. Dutzende umliegende Gebäude, darunter ein Restaurant, seien beschädigt oder zerstört worden. Bei den Opfern soll es sich ausschließlich um Zivilisten handeln.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier verurteilte den Anschlag "auf das Schärfste". Ziel der Attentäter sei es offenbar, die Sicherheitslage in Afghanistan zu destabilisieren und den demokratischen Prozess nach den Wahlen unmöglich zu machen, erklärte er in Gelsenkirchen. "Dies darf und wird ihnen nicht gelingen", betonte der SPD-Politiker.

Bei einem weiteren Anschlag im Süden Afghanistans gab es ebenfalls Todesopfer. Bei einer Bombenexplosion wurden vier US-Soldaten getötet, teilte eine Sprecherin der amerikanischen Streitkräfte mit.

AP/Reuters
 
 
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