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In Südafghanistan rücken tausende Soldaten der internationalen und afghanischen Truppen gegen Taliban-Hochburgen vor. Es ist die größte Offensive seit Beginn des Afghanistan-Einsatzes vor acht Jahren. In den Augen der Militärs soll es eine perfekte militärische Vorzeige-Operation mit politischem Ziel werden.
Die Taliban haben Gespräche mit dem afghanischen Präsidenten Karsai abgelehnt. Um Frieden zu schaffen, wollte er den Radikal-Islamisten sogar ein Minsiteramt anbieten. Statt dessen forderten die Taliban erneut den Abzug der ausländischen Streitkräfte.
Sechs Wochen nach Beginn der Geiselkrise in Afghanistan haben die radikalislamischen Taliban nach offiziellen Angaben die letzten sieben Südkoreaner freigelassen. Zwei der 23 Geiseln hatten sie in der Haft umgebracht.
Zwei der in Afghanistan verschleppten Südkoreaner sind dem Roten Kreuz übergeben worden. Die beiden kranken Frauen gehören zu den südkoreanischen Christen, die Mitte Juli entführt wurden waren. Die Taliban bezeichneten die Freilassung als "Geste des guten Willens".
Noch 21 Geiseln aus Südkorea befinden sich in den Händen der Taliban; einige davon sind so krank, dass sie sterben könnten. Dennoch verweigern die Taliban Ärzten den Zugang. Auch das Schicksal des vor zwei Wochen entführten Deutschen ist noch ungewiss.
Entgegen früherer Aussagen wollen die USA eine militärische Aktion beim Geisel-Drama in Afghanistan nicht ausschließen. Doch zunächst stehen Verhandlungen an, und Taliban und Südkoreaner streiten nun darüber, wo genau die stattfinden sollen.
Die Regierungen in Seoul und Washington schließen eine gewaltsame Befreiung der in Afghanistan entführten Südkoreaner aus. Stattdessen will man sich weiter intensiv um eine friedliche Beilegung des Geiseldramas bemühen.
Nach der Ermordung einer zweiten südkoreanischen Geisel haben die Taliban der afghanischen Regierung ein neues Ultimatum gestellt - es läuft am Mittwoch ab. Die Taliban wollen gefangene Gesinnungsgenossen freipressen.
Am Montagvormittag lief das von den Taliban gesetzte Ultiumatum ab, kurz zuvor hatte die afghanische Regierung die Entführer der der 22 Südkoreaner gebeten, zwei zusätzliche Tage für Verhandlungen einzuräumen. Eine Antwort der Taliban steht noch aus.
Medienberichten zufolge ist es Bundeswehr-Tornados gelungen, die zweite deutsche Geisel in Afghanistan aufzuspüren. Der Krisenstab bemüht sich derweil um die Freilassung des Mannes, der gesundheitlich angeschlagen sein soll.
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