. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
2. Februar 2006, 07:18 Uhr

Führungschaos in Washington

Die langsame Reaktion der US-Regierung auf den Hurrikan "Katrina" ist auf krassen Führungsmangel zurückzuführen. In Washington hat man einfach abgewartet und die betroffenen US-Staaten haben zunächst keine Hilfe angefordert.

Die Aufbauarbeiten in New Orleans sind noch lange nicht abgeschlossen© Judi Bottoni/AP

Zu diesem Schluss ist die Untersuchungsbehörde des US-Kongresses (GAO) in einem am Mittwoch veröffentlichten Ermittlungsbericht gekommen. Danach sind weder Heimatschutzminister Michael Chertoff noch der damalige Chef der Behörde für Katastrophenmanagement (FEMA), Michael Brown, in den Tagen nach dem Hurrikan ihren Führungsrollen gerecht geworden.

"Katrina" hatte am 29. August vergangenen Jahres weite Teile der Staaten Louisiana und Mississippi verwüstet. Die Jazzmetropole New Orleans war fast völlig überflutet worden. Der GAO-Report ist der erste Kongressbericht zu den Ursachen der massiven Verzögerungen bei der Unterbringung der "Katrina"-Flüchtlinge, bei der Anlieferung von Lebensmitteln sowie der Bereitstellung von Nationalgardisten und anderem Hilfspersonal. Zur Zeit untersuchen auch je ein Ausschuss des Abgeordnetenhauses und des Senats, wie es zu dem Versagen kommen konnte.

Die Unklarheit über die Verantwortung bei der Koordination der Hilfsmaßnahmen habe zu Verwirrung und Unentschlossenheit geführt, prangert die GAO in ihrem Report an. Insbesondere geht sie mit Chertoff ins Gericht, der bisher weitgehend von Kritik im Zusammenhang mit "Katrina" verschont geblieben war. Er habe den Hurrikan erst am 30. August zu einem "Ereignis von nationaler Bedeutung" erklärt, ein Mechanismus, mit dem Bundeshilfen freigesetzt werden. Notwendig wäre es zudem gewesen, so die GAO weiter, "Katrina" zu einem "katastrophalen Ereignis" zu erklären. Das nämlich hätte noch umfassendere und raschere Hilfsaktionen ermöglicht.

DPA

 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
"Katrina"-Opfer Pannen, Versäumnisse und Wut auf Bush

Die "Katrina"-Opfer fühlen sich betrogen, knapp ein halbes Jahr nach der Hurrikan-Katastrophe im Süden der USA sind die Schäden noch allgegenwärtig. Und es gibt keinen Plan für den Wiederaufbau. mehr...

 
stern testen, Serie sichern

Jetzt den stern inklusive der aktuellen Gesundheits-Serie testen! Jetzt sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (7/2012)
Unser täglich Fleisch