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Obama findet Marihuana-Legalisierung richtig

Mit Colorado hat der erste US-Bundesstaat Marihuana bereits legalisiert. Eine Entwicklung, die Präsident Barack Obama begrüßt. Er hält den Konsum des Rauschmittels und von Alkohol für vergleichbar.

  Auf das Cover der Fachzeitschrift "Cannabis Now" hatte es Barack Obama schon vor fast einem Jahr geschafft

Auf das Cover der Fachzeitschrift "Cannabis Now" hatte es Barack Obama schon vor fast einem Jahr geschafft

Der Konsum von Marihuana ist nach Ansicht von US-Präsident Barack Obama nicht gefährlicher als das Trinken von Alkohol. In einem Ende Januar erscheinenden Interview mit dem Magazin "The New Yorker" betonte Obama aber zugleich, dass es kein Verhalten sei, zu dem er ermutige. Dies habe er auch seinen beiden Töchtern Malia und Sasha gesagt. Es sei bekannt, dass er als Jugendlicher "Pot" geraucht habe, zitiert das Magazin Obama. "Und ich halte es für eine schlechte Angewohnheit und eine Untugend, nicht sehr anders als die Zigaretten, die ich als junger Mensch und während eines großen Teils meines Erwachsenenlebens geraucht habe. Ich glaube nicht, dass es gefährlicher als Alkohol ist."

Auf Nachfragen schränkte er dann ein, dass Letzteres die "Auswirkungen auf den einzelnen Verbraucher" betreffe. "Ich habe meinen Töchtern gesagt, dass es eine schlechte Idee ist, eine Vergeudung von Zeit, nicht sehr gesund."

Hintergrund der Äußerungen war die jüngste Freigabe des Marihuana-Verkaufs in Colorado. Der US-Bundesstaat Washington will dem Beispiel demnächst folgen. Obama machte in dem Interview deutlich, dass es ihm Sorge bereite, dass insgesamt in den USA junge Leute aus ärmeren Schichten öfter wegen Marihuana-Konsum belangt würden als Gleichaltrige aus der Mittelschicht und dies vor allem Afroamerikaner und Latinos treffen würde. "Es ist wichtig für die Gesellschaft, nicht eine Situation zu haben, in der ein großer Teil der Bevölkerung im einen oder anderen Moment das Gesetz gebrochen hat, doch nur eine ausgewählte Zahl bestraft wird", sagte Obama. In Colorado und Washington könne eine solche Situation jetzt durch die Legalisierung von Marihuana vermieden werden.

ono/DPA/AFP/DPA
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