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12. Dezember 2007, 13:17 Uhr

Indien lehnt Klimaschutzvertrag ab

Bei der Weltklimakonferenz hat die entscheidende Phase begonnen. Ziel der Verhandlungen ist ein neues Klima-Abkommen. Dieses hat Indien in seiner Rolle als führendes Entwicklungsland nun abgelehnt - und die Verantwortung für die reduktion auf die Industriestaaten abgewälzt.

Die Reduktion von Industrie-Emissionen ist unter anderem Ziel der Weltklimakonferenz© Colourbox

Indien will keinen neuen Vertrag zum weltweiten Klimaschutz. Vielmehr sollten sich die Industrieländer in einer Art erweiterten Kyoto-Protokoll klare und verbindliche Ziele für die drastische Minderung der Treibhausgase setzen, sagte Wissenschaftsminister Kapil Sibal bei der Weltklimakonferenz auf Bali. Die Industrieländer seien die Hauptverantwortlichen für die Treibhausgase in der Atmosphäre.

Sibal sprach sich zudem dafür aus, weltweit Pro-Kopf-Emissionsgrenzen auszugeben. Während Indien pro Kopf der Bevölkerung rund eine Tonne Treibhausgase produziert, entfallen auf jeden Amerikaner 20 Tonnen. "Es ist zwingend notwendig, diesen übermäßigen Verbrauch zu stoppen und zu gleichen Pro-Kopf-Berechtigungen zu kommen", sagte er.

Indien sieht Industrienationen in der Verantwortung

Auf den Redebeitrag Indiens war mit Spannung gewartet worden. Indien ist eines der führenden Länder in der Gruppe 77 der Entwicklungsländer. Das Land hatte bislang nicht deutlich Position bezogen. Die meisten Länder wollen auf Bali die Weichen für einen neuen Klimaschutzvertrag stellen, der nach dem Ende des Kyotoprotokolls in seiner jetzigen Version 2012 in Kraft treten soll.

Der indische Minister meinte dagegen, allein die Industrieländer müssten im Rahmen des Kyotoprotokolls neue ehrgeizige Ziele zur Minderung der Treibhausgase formulieren. Für die Entwicklungsländer seien umfangreiche finanzielle Hilfen für die Anpassung an den Klimawandel und für den Technologietransfer zur möglichst klimaschonenden wirtschaftlichen Entwicklung nötig. Diplomaten meinten auf Bali, Indien fürchte bei einem neuen Abkommen Druck, selbst Emissionshöchstgrenzen zu akzeptieren. Unter dem Kyotoprotokoll waren Verpflichtungen zur Minderung der Treibhausgase nur für Industrieländer vereinbart worden.

DPA
 
 
KOMMENTARE (6 von 6)
 
MoodyMare (13.12.2007, 23:47 Uhr)
fehlt da nicht..
oder bin ich blind, in dem Artikel steht nichts von Japan, Australien und Kanada die das ebenfalls nicht unterschrieben haben noch werden?
Roy05441 (13.12.2007, 16:33 Uhr)
Ist doch logisch,
dort wo Analphabeten standart sind, ist für jedwede
Oetker333 (12.12.2007, 18:38 Uhr)
Indien Die größte "Volksdemokratie" der Welt
Das vom Westen verwöhnte Indien muckt auf! Und seit wann ist Indien führendes Entwicklungsland? (China ist es immernoch) Aber manchmal glaub ich vergessen viele einen Fakt: Natürlich verbraucht China massenhaft Energie da sie ja auch eine größere Bevölkerung versorgen müssen. Beim Vergleich zwischen den einzelnen Ländern muss der Pro-Kopf-Verbrauch her! Und da liegen die westlichen Industriestaaten weit vorn! Ich finde es ungerecht wenn man einen Chinesen verbietet genauso viel Strom zu verbrauchen wie ein Deutscher!
evilKnoxville (12.12.2007, 17:56 Uhr)
war ja klar ...
"und wer inder hier her holt ..." wenn ich diesen schwachsinn schon wieder lese. kann hier nicht mal ein beitrag ohne dummes propagandageschwätz kommentiert werden? wie will frau merkel (welche nicht aus indien stammt) uns denn unter dem deckmäntelchen des klimaschutzes noch mehr geld aus der tasche locken, wenn sich länder wie china, usa, indien, etc. noch nicht mal dran beteiligen. an china bzw. indien gibt es nichts zu überschätzen: bevölkerung sowie co2-emissionen sind fakt und nicht - wie vieles andere hier - sinnlos dahergeredet ...
RBrunnerHH (12.12.2007, 15:25 Uhr)
Tatsache ist,
das Indien - neben der Volksrepublik China - das meist überschätzte Land auf dieser Erde ist.
grossbuerger (12.12.2007, 15:08 Uhr)
Indien denkt auch nur an sich selbst
und wer Inder hier her holt, der unterstützt aktiv die Politik der Inder und die ist nicht europafreundlich ... außerdem sind Inder auch nur Menschen und machen Fehler ohne Ende, selbst erlebt hier ... und dies hat nicht mehr oder weniger als Mehrarbeit für uns bedeutet !
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