3. Januar 2008, 07:32 Uhr

Bundesstaaten verklagen US-Regierung

Sie wollten das Klima schützen und durften es nicht: 16 Bundesstaaten, darunter Kalifornien und New York, haben die US-Regierung verklagt. Der Grund: Die Umweltbehörde hatte den Staaten untersagt, Gesetze zur Reduzierung der Autoabgase zu erlassen.

Sind sich beim Klimaschutz selten einig: Kaliforniens Gouverneur Schwarzenegger (hi.) und US-Präsident Bush©

Im Streit um die Reduzierung von Autoabgasen haben Kalifornien und 15 weitere Bundesstaaten die US-Regierung in Washington verklagt. Wie die "Los Angeles Times" berichtete, wurde die Klage am Mittwoch bei einem Berufungsgericht in Washington eingereicht. Sie richte sich gegen eine Entscheidung der US- Umweltbehörde (EPA) vom 19. Dezember, mit der diese es abgelehnt hatte, dass der Westküstenstaat eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes von Autos im Alleingang gesetzlich vorschreibt.

Die EPA hatte in ihrer Entscheidung auf ein Mitte Dezember von US-Präsident George W. Bush unterzeichnetes Bundesgesetz verwiesen, mit dem Washington den Durchschnittsverbrauch der Autos bis 2020 um 40 Prozent reduzieren will. Damit bleibt die Bundesregierung jedoch hinter den Einsparungszielen Kaliforniens zurück.

Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger bezeichnete die Entscheidung der Bundesbehörde am Donnerstag als "unverschämt". "Sie ignoriert den Wunsch von Millionen Bürgern, die von ihrer Regierung Maßnahmen im Kampf gegen die Erderwärmung erwarten."

Zu den Klägern gehören neben Kalifornien auch die Bundesstaaten Massachusetts, Arizona, Connecticut, Delaware, Illinois, Maine, Maryland, New Jersey, New Mexico, New York, Oregon, Pennsylvania, Rhode Island, Vermont und Washington.

DPA
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
Dirk_37 (04.01.2008, 04:03 Uhr)
@tricky
Mal eine Frage: wer wenn nicht die Firmen der Autoindustrie sind die Entwickler von Antriebssystemen( also Motoren/ Getriebe)? Im Übrigen teile ich Ihre Meinung, man sollte aber darauf hinweisen das sich seit den 80ern schon einiges gerade im Durchschnittsverbrauch getan hat. Zu Arnie: seine Movie´s sehe ich grössten Teils gerne an, seit eben jenen 80ern. Das Muskeln nicht automatisch "doof" bedeuten zeigt allein schon sein BWL Studiengang. Gepaart mit unerschütterlichem Ehrgeiz und Selbstbewusstsein kann man also so einiges Erreichen im Leben, das hat H. Schwarzenegger bewiesen! Das jetzt auch noch ökologische Vernunft in die USA einzieht darf man nur begrüßen,mfG Dirk
tricky_dude (03.01.2008, 09:46 Uhr)
Der Gouvernator
Vor allem finde ich es sehr gut daß er Bush die Stirn bietet, der ja nachweislich tief in der Ölindustrie verwurzelt ist.
Darüber daß Arnie seine Hummer auf Wasserstoffantrieb umgerüstet hat kann man streiten, aber wenigstens hat es Symbolischen Wert.
Man darf aber nicht immer nur auf den Autoherstellern rumhacken, weil die Hersteller alternativer Antriebssysteme kriegen es trotz vollmundiger Versprechungen einfach nicht gebacken und das beobachte ich seit den 1980ern. Bevor die nicht fähig sind alltagstaugliche Systeme, zu einem bezahlbaren Preis zu liefern, wird sich die Autoindustrie an die bewährte Technik halten.
Interessant finde ich auch die Entwicklung von Arnie. Früher hielten ihn die Leute für einen muskelbepackten Doofi und jetzt zeigt er was er wirklich auf dem Kasten hat.
gmathol (03.01.2008, 09:17 Uhr)
Es bewegt sich was!
Japan steigt voll in die Wasserstoff Wirtschaft ein.
Deutschland? Da gibt es BMW die wollen immer noch Vollgas fahren, obwohl die Erdoelpreise ins unermessliche steigen.
Die ewig Gestrigen sind auf der Verlierer-Seite! Gut so!
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