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Ex-UN-Chef will Drogen weltweit legalisieren

Der Krieg gegen die Drogen habe kaum Erfolge gebracht: Kofi Annan hat sich dafür ausgesprochen, Drogen weitestgehenden zu legalisieren. Der private Konsum müsse "dringend entkriminalisiert" werden - radikales Umdenken sei nötig.

Kofi Annan

Der Krieg gegen die Drogen sei zum "Krieg gegen Menschen" geworden, so der frühere UN-Chef

Der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan befürwortet eine weitgehende Legalisierung aller Drogen. "Ich glaube, dass Drogen viele Menschenleben zerstört haben - aber falsche Maßnahmen seitens der Regierungen haben noch viel mehr Elend angerichtet", schrieb er in einem Beitrag für das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Der Krieg gegen die Drogen habe kaum Erfolge gebracht und habe sich inzwischen längst zum "Krieg gegen Menschen" weiterentwickelt, schrieb Annan. Daher sei jetzt radikales Umdenken nötig. "Wir müssen akzeptieren, dass eine drogenfreie Welt eine Illusion ist."

Auf Aufklärung und Therapieangebote setzen

Nach Ansicht des früheren UN-Chefs (1997-2006) müssen privater Drogenkonsum "dringend entkriminalisiert" und ein möglichst sicherer Zugang zu Drogen gesetzlich geregelt werden. Statt auf Verbote und Strafverfolgung sollten die Staaten besser auf Aufklärung und Therapieangebote setzen.

Die Drogenpolitik der vergangenen 50 Jahre habe die Nachfrage nach Drogen nicht verringert, wohl aber "einen internationalen kriminellen Markt geschaffen, der Gewalt, Korruption und Instabilität" erzeuge. 

amt/DPA
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