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9. Juli 2009, 12:02 Uhr

EU-Staaten nominieren Barroso

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso ist jetzt offiziell für eine zweite Amtszeit nominiert worden. Die EU-Staats- und Regierungschefs beschlossen einstimmig, dass der Portugiese für weitere fünf Jahre an der Spitze der EU-Behörde stehen soll. Doch das letzte Wort hat das Parlament, in dem seine Ernennung umstritten ist.

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Vor allem bei den Grünen und Sozialisten ist Barroso wegen seiner als marktliberal empfundenen Haltung umstritten© Guillaume Horcajuelo/DPA

Eine zweite Amtszeit von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso ist nähergerückt. Die EU-Staats- und Regierungschefs einigten sich auf die Kandidatur im schriftlichen Verfahren. Das sagte der schwedische Regierungschef und EU-Ratsvorsitzende Fredrik Reinfeldt am Donnerstag am Rande des G8-Gipfels im italienischen L’Aquila.

Nun muss das Europaparlament über den 53-jährigen Konservativen aus Portugal entscheiden. Das wird voraussichtlich im September sein. Die Ernennung Barrosos für weitere fünf Jahre an der Kommissionsspitze ist im Parlament umstritten. Die Sozialdemokraten und Grünen im Parlament lehnen Barroso ab. Konservative und liberale Parteien haben nicht die nötige Mehrheit in der Volksvertretung, um Barroso durchzusetzen.

EU-Ratsvorsitzende Reinfeldt begrüßte den Schritt. "Hoffentlich werden wir nun so bald wie möglich in der Lage sein, in Europa so wichtige Aufgaben wie den Klimaschutz und die Finanzkrise zu lösen." Der EU-Gipfel Mitte Juni hatte Barroso zunächst nur inoffiziell nominiert.

Der Fraktionschef der Sozialisten im Europaparlament, Martin Schulz (SPD), sagte: "Wir würden Barroso zu diesem Zeitpunkt ablehnen, ohne über Inhalte seines künftigen Programms mit ihm verhandelt zu haben." Wann und ob die Sozialisten Barroso zustimmen würden, sei offen, sagte Schulz dem in Berlin erscheinenden "Tagesspiegel". Die Entscheidung hänge von den Verhandlungen über Barrosos künftiges Programm ab.

DPA/AFP/Reuters
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
Mule (09.07.2009, 20:09 Uhr)
Immer dasselbe............
Jetzt machen sie in der EU dieselben Fehler wie in den eigenen Nationen - man wählt dieselben Leute immer wieder bis sie mit den Füßen zuerst aus der Manege getragen werden. Es sollte immer Reih um gehen, damit sich nicht ebensolcher Filz breit machen kann wie in den Parlamenten daheim.
pitiplatsch (09.07.2009, 17:44 Uhr)
Eigentlich ists egal
was für ein Kasper da vorne sitzt. Die nehmen uns ja eh nur aus und sacken die Kohle ein. Wenn ich mitbekommen das die Agrarsubventionen nur die Großbetriebe, wie Südzucker, bekommen und da die Aufsichtsräte wieder unsere Kohle ohne ende einschieben und der Bauer der kämpft und arbeitet nichts bekommt, was soll ich von so einem Haufen halten ??? Nichts!!!
JohnnyCash (09.07.2009, 13:25 Uhr)
Bilderberg-Mitglied
...war ja nicht anders zu erwarten...
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