Heereschef zu Gegenangriff auf M23-Rebellen bereit

27. November 2012, 01:43 Uhr

Die Kämpfe um die Stadt Goma halten an. Der Chef des kongolesischen Heeres fordert die Rebellen zum Rückzug auf - sonst drohe ein Gegenangriff.

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Laut des Generals François Olenga plant die kongolesische Armee einen Gegenschlag, sollten sich die Rebellen nicht aus der umkämpften Stadt Goma zurückziehen©

Der Chef des kongolesischen Heeres hat die Bereitschaft der Armee zum "Gegenangriff" signalisiert, sollten sich die Rebellen der M23-Miliz nicht wie gefordert aus der Stadt Goma zurückziehen. Sollten die Rebellen die ihnen auf dem Krisengipfel am Wochenende gesetzte Frist "nicht respektieren, werden wir unsere Arbeit machen und die Autorität des Staates wieder herstellen", sagte General François Olenga am Montag. Die Bevölkerung lehne die "Aggression" der Rebellen ab, das gebe dem Militär die nötige "Moral" für einen Gegenangriff.

Die Rebellen hielten sich am Montagabend um 21.00 Uhr Ortszeit noch immer die Stellung. Die Afrikanische Union (AU) hatte die Rebellen der M23-Miliz am Samstag aufgerufen, die Kampfhandlungen zu beenden und sich binnen zwei Tagen mindestens 20 Kilometer nach Norden aus der am Dienstag vergangener Woche eingenommenen Stadt Goma an der Grenze zu Ruanda zurückzuziehen. Die M23-Rebellen hatten die ostkongolesische Grenzstadt Goma nach einer fünftägigen Offensive eingenommen und die Regierungstruppen vertrieben. Am Tag darauf eroberten sie auch die nahegelegene Stadt Sake. In der Folge flüchteten zehntausende Menschen aus der Region in der Provinz Nord-Kivu.

Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats

Wegen der Kämpfe um Goma will sich der UN-Sicherheitsrat in einer Sondersitzung mit der Krise im Ostkongo befassen. Das mächtigste UN-Gremium hat seine Mitglieder für den Dienstagabend zu einer Dringlichkeitssitzung gerufen. Dabei geht es um das Vorrücken der sogenannten M23-Rebellen in dem zentralafrikanischen Land.

UN-Soldaten haben vor wenigen Tagen aktiv in die Kämpfe eingegriffen, dennoch sind sie zusammen mit den Regierungstruppen in der Defensive. Einige Mitglieder fordern ein "robusteres Mandat" für die Monusco genannte Mission, damit die Blauhelme nicht nur zum Schutz der Zivilisten, sondern auch auf der Seite der Regierung aktiv werden können. Diskutiert wird auch der Einsatz von Drohnen. Die unbemannten Flugzeuge sind aber unbewaffnet und sollen nur aufklären.

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