Startseite

Nordkorea präsentiert "Schlachtplan auf dem amerikanischen Kontinent"

Es war sicherlich kein Zufall, dass Nordkoreas Staatsmedien dieses Foto verbreiteten: Machthaber Kim Jong Un versetzt die Raketen in Alarmbereitschaft - und im Hintergrund hängt eine brisante Karte.

  Eines der Fotos von Kim Jong Uns Dringlichkeitssitzung mit Spitzen des Militärs. Im Hintergrund sieht man deutlich eine Karte und einen großen Wandbildschirm.

Eines der Fotos von Kim Jong Uns Dringlichkeitssitzung mit Spitzen des Militärs. Im Hintergrund sieht man deutlich eine Karte und einen großen Wandbildschirm.

Die Nachricht an sich war schon Besorgnis erregend genug: Nach der Entsendung von zwei US-Tarnkappenbombern nach Südkorea hat Nordkorea seine Raketen für Angriffe auf US-Ziele in Bereitschaft versetzt. Machthaber Kim Jong Un habe diese Entscheidung bei einem nächtlichen Treffen mit den Spitzen der Armee getroffen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA.

Zusammen mit der Meldung verbreitete KCNA auch zwei Fotos des Spitzentreffens, die bei genauem Hinsehen brisante Details offenbaren und wohl ein klares Signal an die USA sein sollen: Eines der Bilder zeigt Kim - offenbar in einer militärischen Kommandozentrale - mit vier ranghohen Offizieren, im Hintergrund ist eine militärische Landkarte zu erkennen. Ihr Titel lautet: "Schlachtplan der strategischen Kräfte auf dem amerikanischen Kontinent". Eingezeichnete Linien stellen offenbar die geplanten Flugbahnen der Raketen dar.

Eine weitere Karte im Hintergrund der Bilder zeigt offenbar die aufgezeichneten oder vorhergesagten Bewegungen der Siebten Flotte der US-Marine im Pazifik. Ebenfalls zu sehen ist ein großer Wand-Bildschirm, der Auskunft über die Ausstattung der nordkoreanischen Marine gibt: "U-Boote: 40, Angriffsschiffe: 13, Minenabwehr-Schiffe: 6".

Experten bezweifeln Nordkoreas Angriffsfähigkeit

Plant Nordkorea also tatsächlich einen Militärschlag gegen die Vereinigten Staaten von Amerika? Kim sagte laut KCNA, im Falle einer "rücksichtslosen" Provokation seitens der USA müssten Nordkoreas Streitkräfte "erbarmungslos das US-Festland und Militärstützpunkte auf den Pazifik-Inseln Guam und Hawaii sowie deren Stützpunkte in Südkorea angreifen". Der Machthaber bezog sich mit seiner Drohung auf die Entsendung zweier atomwaffenfähiger Tarnkappenbomber vom Typ B-2 nach Südkorea durch die USA am Donnerstag.

Experten bezweifeln allerdings, dass Nordkorea ein solcher Angriff über tausende Kilometer überhaupt gelingen würde. Der Nordkorea-Experte von der Dongguk-Universität in Südkorea, Kim Yong Hyun, erklärte zudem, die Drohungen aus Pjöngjang dürften nicht so gedeutet werden, dass ein Krieg "unmittelbar bevorsteht". Es handele sich um eine "erwartete" Reaktion des Nordens auf die Entsendung der B-2-Bomber durch die USA.

Südkorea und die USA befürchten dennoch, Nordkorea könne andere militärische Provokationen unternehmen. Südkoreanische Medien berichteten unter Berufung auf Militärkreise, an den Raketenstützpunkten in Nordkorea seien auffällig rege Bewegungen von Fahrzeugen und Soldaten zu beobachten. Raketenstarts als Provokation seien nicht ausgeschlossen. Bereits am Dienstag hatte Pjöngjang angeblich die Sondereinheiten seiner gesamten Streitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt.

Moskau befürchtet Teufelskreis

Russland warnte nach der erneuten Eskalation in der Krise vor "militärischen Muskelspielen". Die Lage könne außer Kontrolle geraten, sagte Außenminister Sergej Lawrow am Freitag der Agentur Interfax zufolge. Mit Sorge sehe Moskau die militärischen Handlungen in der Region. "Das führt zu einem Teufelkreis", warnte Lawrow. Die Spannungen dürften nicht dazu genutzt werden, geopolitische Fragen in der Region mit Kriegsmitteln zu lösen. Die Anstrengungen müssten sich vielmehr auf einen Dialog richten. Auch China rief am Freitag alle Staaten auf, in einer "gemeinsamen Anstrengung" die Spannungen abzubauen.

Die Spannungen in der Region nahmen zuletzt wieder deutlich zu, nachdem Pjöngjang als Reaktion auf die Verschärfung von UN-Sanktionen nach einem unterirdischen Atomtest den Nichtangriffspakt mit dem Süden aufgekündigt hatte. Zuvor hatte Nordkorea den USA bereits mit einem atomaren Erstschlag gedroht.

mad/DPA/AFP/DPA

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools