4. April 2013, 16:54 Uhr

Pjönjang verlegt Mittelstreckenrakete an Ostküste

Wegen der immer schärfer werdenden Kriegsdrohungen aus Pjöngjang hatten die USA zuvor den Aufbau einer Raketenabwehr auf Guam angekündigt.

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Das Video im Wortlaut: Es ist eine Übung, die angesichts der zunehmenden Spannungen auf der koreanischen Halbinsel besonders gespenstisch wirkt. Mehr...

In Südkorea stationierte US-Soldaten testen ihre Ausrüstung gegen biologische und chemische Kampfstoffe. 2004 hatte dieses US-Chemiewaffen-Batallion das ostasiatische Land verlassen. Nun ist es offiziell zurückgekehrt. Die Übung am Donnerstag solle die Verpflichtung der USA gegenüber Südkorea unterstreichen, sagte der Kommandant Dale Crockett. O-ton ("Wir üben hier vorwiegend das Aufspüren von Kampfstoffen sowie die Dekontamination, das haben Sie, glaube ich, heute alle bei der Übung hier gesehen. Zudem unterstützen wir Notfallbewältigungsoperationen in Südkorea, darauf konzentrieren wir uns.") Unterdessen werden die Kriegsdrohungen aus Nordkorea immer schärfer. Die Regierung in Pjöngjang erklärte, ein Atomangriff auf die USA sei inzwischen "geprüft und ratifiziert" worden, wie diese Sprecherin des nordkoreanischen Staatsfernsehens vermeldete. Südkoreanische Medien berichteten, Nordkorea habe eine Mittelstreckenrakete vom Typ "Musudan" an die Ostküste transportiert. Unklar war, ob die Rakete zur Startrampe gebracht wurde und ob sie mit einem Sprengkopf versehen war. Die "Musudan" hat vermutlich eine Reichweite von 3000 Kilometern und könnte damit Ziele in Südkorea, Japan und wohl auch die Pazifikinsel Guam erreichen. Dort wollen die USA angesichts der nordkoreanischen Drohungen eine Raketenabwehr aufbauen. Südkoreas Verteidigungsminister Kim Kwan-Jin sagte am Donnerstag in der Hauptstadt Seoul, die nordkoreanische Rakete sei seiner Einschätzung nach nicht auf das US-amerikanische Festland gerichtet. Es handele sich nicht um den Langstreckentyp KN-08, sagte Kim, sie könne aber ziemlich weit fliegen. Der Industriekomplex Kaesong auf nordkoreanischem Boden blieb auch am Donnerstag abgeriegelt. Wie schon am Vortag reisten etliche südkoreanische Arbeiter ab, zurück in ihre Heimat. O-ton ("Es sieht trostlos dort aus. Als ich die Grenze überquerte, sah´ ich nordkoreanische Soldaten mit Stahlhelmen auf." "Wie geht es den nordkoreanischen Arbeitern?" will ein Journalist wissen. "Sie sehen sehr besorgt aus.") Nordkorea droht damit, die Anlage komplett zu schließen, obwohl sie ein wichtiger Devisenbringer für das verarmte Land ist. Südkorea forderte seine Staatsangehörigen auf, das Gebiet auf nordkoreanischem Boden zu verlassen. ORT: UIJEONGBU, SEOUL, PAJU (SÜDKOREA), PJÖNGJANG (NORDKOREA) Schließen

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