. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
11. Juni 2009, 16:24 Uhr

Nato einigt sich auf Teilrückzug

Die Nato will angesichts der verbesserten Sicherheitslage ihre Truppen im Kosovo deutlich reduzieren. Voraussichtlich zum Jahreswechsel sollen 4000 Soldaten die früher serbische Provinz verlassen, in den folgenden Monaten will das Bündnis seine Präsenz weiter drastisch verringern.

Kosovo, Nato, Abzug, Rückzug

Abzug auf Raten: Die Anzahl der Nato-Truppen im Kosovo soll deutlich gesenkt werden© Visar Kryeziu/AP

Die Nato-Verteidigungsminister haben sich auf den Abzug von zunächst 4000 Soldaten aus dem Kosovo verständigt. Die KFOR-Truppe in der früheren serbischen Provinz solle "von 14.000 auf ungefähr 10.000" Soldaten verkleinert werden, sagte Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer am Donnerstag in Brüssel. Nato-Diplomaten zufolge soll innerhalb von zwei Jahren die Truppe auf nur noch 2200 Soldaten reduziert werden.

Der Abzug werde voraussichtlich zum Jahreswechsel erfolgen, ein genaues Datum stehe aber noch nicht fest, sagte der Generalsekretär. Weitere Verkleinerungsschritte würden dann erfolgen, wenn die Nato-Staaten nach einer politischen Bewertung der Lage im Kosovo zu dem Schluss kämen, "dass die Bedingungen erfüllt sind", sagte De Hoop Scheffer. Die Bundeswehr werde ihre Präsenz von zurzeit 2200 Soldaten ebenfalls stufenweise zurückfahren, erklärte Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung.

Die Nato ist seit zehn Jahren im Auftrag der Vereinten Nationen im Kosovo, um für Sicherheit zu sorgen. Im Krieg Serbiens gegen die Kosovo-Albaner 1998/99 hatte das Bündnis zweieinhalb Monate lang Serbien bombardiert, um die serbischen Truppen zum Abzug zu zwingen.

US-Verteidigungsminister Robert Gates sagte, die einst mehr als 50.000 Mann starke Nato-Truppe zur Sicherung des Kosovo solle auf eine "abschreckende Präsenz" verringert werden. Doch sollten die Truppen geordnet zurückgezogen werden. "Meine Sorge ist, dass wir als Allianz organisiert vorgehen und Länder nicht von sich aus herausgehen", sagte Gates beim Flug nach Brüssel. Die Nato-Staaten seien zusammen reingegangen und sollten jetzt auch zusammen rausgehen. Er hoffe, dass durch den Rückzug aus dem Kosovo der Einsatz in Afghanistan verstärkt werden könne.

Spanien hat schon länger angekündigt, fast alle seiner 600 stationierten Soldaten abzuziehen. Die Regierung in Madrid hatte die Unabhängigkeit des Kosovo Anfang vergangenen Jahres nicht anerkannt. Großbritannien will seine 167 Soldaten bis September ebenfalls nach Hause holen.

Die ehemals südserbische Provinz Kosovo hatte sich im Februar vergangenen Jahres gegen den Willen Serbiens abgespalten. Deshalb herrschte die Sorge, es könne zu massiven gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Albanern und der serbischen Minderheit unter den knapp zwei Millionen Einwohnern kommen, was jedoch nicht geschah.

Die Verteidigungsminister beraten bei ihrem zweitägigen Treffen außerdem über den Militäreinsatz gegen Piraten vor der Küste Somalias und die Lage in Afghanistan. Die Nato-Truppe Isaf soll um 3000 Soldaten verstärkt werden, um die Wahlen im August zu sichern.

AP/Reuters
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
starmax (12.06.2009, 09:21 Uhr)
Marionette Merkel ?
Haben wir - ganz ähnlich wie bei Obama in USA - eine von Bertelsmann/Springer gelenkte Marionetten-Kanzlerin?
Schon auffällig, daß diese Kanzlerin sich meist auf Allgemeinplätze bechränkt. Wo sie Eigenes von sich gibt (z.B. Eenergiesparleuchten, oder - schlimmer - die jetzt zweimal täglich warm essenden Asiaten als Verursacher der Nahrungsmittelkrise), macht sie sich lächerlich.
Ich glaube den Beliebtheitsumfrage-Werten nicht; in meinem Bekanntenkreis schätzt niemand (!) diese Frau bzw. bewertet sie als schädlich Für D.
MEHR ZUM ARTIKEL
Kriegsverbrechen im Kosovo UN-Tribunal spricht Serbiens Ex-Präsident frei

Das UN-Tribunal für Ex-Jugoslawien hat den früheren serbischen Präsidenten Milan Milutinovic vom Vorwurf der Kriegsverbrechen im Kosovo freigesprochen. Das Gericht in Den Haag sah die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft gegen ihn als nicht hinreichend erwiesen an. Fünf weitere Angeklagte kassierten Haftstrafen zwischen 15 und 22 Jahren. mehr...

Neue Spannungen Russland sagt Nato-Treffen ab

Das Verhältnis zwischen dem Kreml und der Nato steht vor einem neuen Belastungstest: Der russische Außenminister Lawrow will nicht mehr an einer geplanten Sitzung des Nato-Russland-Rates teilnehmen. Grund ist ein Militärmanöver im Krisenherd Georgien. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe