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25. Juni 2010, 11:40 Uhr

"Eine Milliarden-Zeitverschwendung"

Das ist doch wohl der Gipfel. Umgerechnet rund 860 Millionen Euro wird das Treffen der G8- und G20-Staaten in Toronto den kanadischen Steuerzahler kosten. Nicht überraschend, dass Kritiker eine "Milliarden-Zeitverschwendung" beklagen. Aber - was ließe sich denn Sinnvolleres mit einem solchen Geldbetrag anstellen? Ein Gedankenspiel.

Es sind "die teuersten Tage in der kanadischen Geschichte" oder eine "Milliarden-Zeitverschwendung", wie Kritiker lästern. Die Gipfel der G8- und G20-Staaten in Toronto lässt sich die Regierung satte 1,1 Milliarden kanadische Dollar kosten, umgerechnet rund 860 Millionen Euro.

Vor zwei Jahren hatten die sicher nicht weniger bemühten japanischen Gastgeber in Toyako nur 360 Millionen Euro ausgegeben - allerdings waren damals nicht auch noch die Führer der G20-Staaten aufgelaufen. Jede Sekunde, die sich die Staats- und Regierungschefs über drei Tage in Kanada treffen, kostet gut 3000 Euro.

Mit 860 Millionen Euro könnten auch ganz andere Dinge finanziert werden. Acht Beispiele:

- Drei Airbus A380 Superjumbos

- 10 000 Porsche Carrera 911

- Ein Jahr lang der Einsatz der kanadischen Truppen in Afghanistan

- Der Dreh aller vier teuersten Hollywood-Filme - Avatar, Iron Man 2, Spider Man 3 und Fluch der Karibik 3

- Würde das Geld in Hilfen für Familien in armen Ländern investiert, müssten 40 000 Mütter und 700 000 Säuglinge nicht sterben.

- Es könnten acht Millionen Abtreibungen und 20 Millionen ungewollte Schwangerschaften verhindert werden, rechnen Hilfsorganisationen vor.

- Im Kongo könnten 30 Millionen Mädchen ein Jahr lang eine Schule besuchen, weil damit nach Berechung der Hilfsorganisation Oxfam die Gebühren gedeckt wären.

- In Entwicklungsländern könnte für 50 Millionen Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser geschaffen werden.

DPA
 
 
 
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