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In Belgrad haben die Unterstützer von Ratko Mladic bei einer Demo randaliert, es gab sieben Schwerverletzte. Medienberichten zufolge, soll die alte serbische Regierung den wegen Kriegsverbrechen Angeklagten jahrelang geschützt haben.
Serbiens Regierungschef Vojislav Kostunica hat seinen Rücktritt erklärt und einen Termin für Neuwahlen genannt. Das Scheitern seiner Regierung liegt laut Kostunica vor allem an einem Thema.
Nach dem Überraschungssieg von Oppositionschef Tomislav Nikolic bei der Präsidentschaftwahl in Serbien werden die Karten für die Regierungsbildung neu gemischt.
In Serbien entscheiden die Bürger in einer Stichwahl um das Präsidentenamt zwischen Amtsinhaber Boris Tadic und Herausforderer Tomislav Nikolic.
Entgegen allen Vorhersagen hat das Pro-Europa-Lager in Serbien bei den vorgezogenen Parlamentswahlen am Sonntag einen sensationellen Sieg errungen. Die Regierungsmehrheit wird indes nur hauchdünn sein.
Die Europäische Union hat mit Serbien ein Schlüsselabkommen geschlossen, das den Weg für einen späteren EU-Beitritt eröffnet - wenn die Führung in Belgrad besser mit dem UN-Tribunal in Den Haag zusammenarbeitet und mutmaßliche Kriegsverbrecher verhaftet und auch ausliefert.
Für den mutmaßlichen Kriegsverbrechers Ratko Mladic tickt die Uhr. Die serbischen Behörden wollen den Ex-General an das Haager UN-Tribunal überstellen. Der mutmaßliche Kriegsverbrecher soll sich zuvor in einem Frauenkloster versteckt haben.
Vor einem Jahr wurde der serbische Ministerpräsident Zoran Djindjic ermordet. Wer die Hintermänner des Attentats sind, ist bis heute unklar. Unterdessen erstarkt der serbische Nationalismus wieder.
In Serbien haben sich die Ultranationalisten zum Sieger der Parlamentswahlen erklärt. Eine Regierungsbeteiligung bleibt ihnen aber wahrscheinlich trotzdem verwährt. Ihnen fehlt der passende Koalitionspartner. Zumindest dann, wenn die zerstrittenen Demokraten sich zusammenraufen.
Hundertausende Menschen gingen vor fünf Jahren in Belgrad auf die Straßen und zwangen Slobodan Milosevic zum Rücktritt. Längst ist die Euphorie der Ernüchterung gewichen - geblieben sind die Kräfte des "Ancien Regimes".
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