. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
31. Mai 2007, 17:48 Uhr

Putin wirft USA Wettrüsten vor

Der russische Präsident Putin sieht die jüngsten Raketentests seines Landes als Antwort auf amerikanische Aggressionen. In Heiligendamm will Putin den Raketenstreit jetzt sogar zum Thema machen.

Putin: "Nicht wir sind die Initiatoren eines neuen Wettrüstens"© Alexander Nemenov/Reuters

Knapp eine Woche vor dem G8-Gipfeltreffen in Heiligendamm hat der russische Präsident Wladimir Putin den USA ein neues Wettrüsten vorgeworfen. "Nicht wir sind die Initiatoren eines neuen Wettrüstens", sagte der Kremlchef nach einem Gespräch mit dem griechischen Staatspräsidenten Karolos Papoulias in Moskau. Die russischen Raketentests in dieser Woche seien eine direkte Reaktion unter anderem auf die US-Raketenabwehrpläne für Mitteleuropa. "Das ist keine aggressive Handlung unsererseits, sondern nur eine Antwort auf die ziemlich harten und durch nichts zu rechtfertigenden einseitigen Handlungen unserer Partner", sagte Putin, der US-Präsident George W. Bush beim Gipfel in Heiligendamm vom 6. bis 8. Juni treffen wird.

Der Kreml bezeichnete es als möglich, dass Putin den Raketenstreit in Heiligendamm zum Thema macht. "Vielleicht werden diese Fragen angeschnitten. Aber es gibt auch sehr viele andere Themen auf der Tagesordnung", sagte Putins G8-Beauftragter Igor Schuwalow nach Angaben der Agentur Interfax.

Topolanek: "Russland ist nicht militärisch gefährdet"

Putin bekräftigte im Gespräch mit dem griechischen Präsidenten die schweren Vorwürfe gegen die NATO. "Ein neuer Militärstützpunkt in Bulgarien, noch einer in Rumänien, ein Raketenstandort in Polen, ein Radar in Tschechien, was sollen wir tun?" Es dürfe nicht sein, dass sich nur Russland allein an Abmachungen halte. Die russischen Streitkräfte hatten Anfang der Woche nach eigenen Angaben erstmals eine neue Interkontinentalrakete mit atomar bestückbaren Mehrfachsprengköpfen sowie eine neue Kurzstreckenrakete getestet.

Der tschechische Ministerpräsident Mirek Topolanek wies Putins Kritik zurück. "Russland ist nicht militärisch gefährdet, sondern sieht bloß seine wiedergefundenen Machtambitionen bedroht", sagte der Regierungschef auf einer Konferenz in Prag. "Wir sind zum Dialog mit Moskau bereit, entscheiden aber über innere Angelegenheiten wie die mögliche Stationierung eines Radars allein. Wir möchten nicht mehr zum russischen Einflussgebiet gehören, in dem man Moskau für alles um Erlaubnis fragen muss", sagte Topolanek.

Unterdessen bleibt die Ablehnung einer Beteiligung ihres Landes an dem umstrittenen US-Raketenabwehrsystem in der tschechischen Bevölkerung hoch. Rund 61 Prozent hätten sich in einer aktuellen Umfrage gegen die Stationierung einer US-Radaranlage in Böhmen ausgesprochen, teilte das Meinungsforschungsinstitut CVVM in Prag mit. Etwa 30 Prozent seien dafür. Kommende Woche wird US-Präsident Bush nach Prag reisen, um persönlich für das geplante Projekt zu werben.

DPA
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Streit um Raketenschirm Putin setzt Rüstungskontrolle aus

Russlands Präsident Putin setzt den USA die Pistole auf die Brust: Er will sich künftig nicht mehr an den KSE-Vertrag halten, der Obergrenzen für konventionelle Streitkräfte festlegt. Putins begründete diesen Schritt mit dem geplanten US-Raketenschirm in Europa. mehr...

EU-Russland-Gipfel Scharfe Worte an der Wolga

Heftige Turbulenzen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Wladimir Putin auf dem EU-Russland-Gipfel: Auf einer Pressekonferenz brach sich angestauter Ärger über russische Demokratiedefizite und die Ausgrenzung Polens durch Moskau Bahn. mehr...

 
stern testen, Serie sichern

Jetzt den stern inklusive der aktuellen Gesundheits-Serie testen! Jetzt sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (7/2012)
Unser täglich Fleisch