. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
6. November 2009, 09:02 Uhr

Israel empört über Gaza-Resolution

Wirbel um den Goldstone-Bericht über Menschenrechtsverstöße bei der Gaza-Offensive: Die UN-Vollversammlung hat das Papier, in dem der israelischen Armee und den Palästinensern Kriegsverbrechen vorgeworfen werden, mit großer Mehrheit angenommen. Israel reagierte empört.

Gaza, Gazastreifen, Gaza-Streifen, Gaza-Krieg, Menschenrechte

Bomben auf Gaza: Während des Krieges haben laut UN sowohl Israel als auch die Palästnienser die Menschenrechte verletzt© Abed Rahim Khatib/DPA

Gegen die Stimmen Israels, Deutschlands und der USA hat die UN-Vollversammlung den Goldstone-Bericht über Kriegsverbrechen im Gaza-Krieg angenommen. Nach zweitägiger Debatte votierten am Donnerstag 114 Länder für eine von arabischen Staaten eingebrachte Resolution, die Israel und die Palästinenser binnen drei Monaten zu Untersuchungen der Vorwürfe auffordert.

Der südafrikanische Sonderermittler Richard Goldstone wirft Israel und der palästinensischen Hamas Kriegsverbrechen vor. Israel reagierte empört: Die UN-Resolution sei völlig von jeder Realität entfernt, der sich Israel stellen müsse, teilte das Außenministerium am Freitag mit. Insgesamt 18 UN-Mitglieder votierten gegen den Bericht, 44 enthielten sich. Israel erklärte, die "große Zahl der Nein-Stimmen und Enthaltungen" zeige die mangelnde Unterstützung. Die Resolution fordert UN-Generalsekretär Ban Ki Moon dazu auf, den über 570 Seiten starken Bericht an den Sicherheitsrat weiterzuleiten. Ban solle zudem binnen drei Monaten über eine Umsetzung der Resolution berichten - mit Blick auf weitere Maßnahmen von UN-Gremien.

Experten erwarten keine Ermittlungen

Die Resolution ist allerdings nicht bindend. Experten gehen davon aus, dass sie weder in Israel noch bei den Palästinensern zu Ermittlungen führen wird. Beide Seiten haben die Vorwürfe der Kriegsverbrechen zurückgewiesen. Israel hatte schon länger hartnäckigen Widerstand gegen den Bericht angekündigt. Der Bericht geht mit Israel härter ins Gericht als mit den Palästinensern. Bei den Kämpfen waren 1300 Palästinenser und 13 Israelis ums Leben gekommen.

Die Europäische Union (EU) war trotz ihrer Bemühungen um eine gemeinsame Außenpolitik tief gespalten über die Resolution: Neben Deutschland votierten auch Italien, die Niederlande, Polen, Ungarn, Tschechien und die Slowakei dagegen. Großbritannien und Frankreich enthielten sich, während Irland, Portugal, Malta, Slowenien und Zypern mit der Mehrheit stimmten.

Reuters/AFP
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Israels Soldaten im Gaza-Krieg "Wenn du unsicher bist - töte!"

Es sind erschütternde Berichte: Mehr als 50 israelische Soldaten haben ihr Schweigen gebrochen und werfen ihrer Führung vor, sie während des Gaza-Krieges zu Gewalt und Willkür gegenüber Zivilisten animiert zu haben. "Wenn du nicht sicher bist - töte!", habe der Befehl gelautet. Israels Militärführung bezeichnet die Aussagen als Verleumdung. mehr...

Gaza-Krieg Israelis benutzten Kind als Schutzschild

Als israelische Soldaten während des Gaza-Krieg in ein Stadtviertel von Gaza-Stadt einrücken wollten, wurden sie beschossen. Zum Schutz schickten die Soldaten einen palästinensischen Jungen als menschlichen Schutzschild voraus - eine massive Menschenrechtsverletzung, die die Vereinten Nationen Israel vorwerfen. Und es ist nicht die einzige. mehr...

Tod im Gaza-Streifen Als der Krieg zu den Baalushas kam

Ein Foto ging um die Welt. Es zeigte am Tag drei des israelischen Angriffs auf den Gaza-Streifen eine weinende Mutter, die sich über ihr totes Kind beugte. Im Arm einen kleinen blutverschmierten Jungen - die ersten zivilen Opfer des Krieges. Eine Familiengeschichte aus Jabaliya. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe