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Rebellen lehnen Rückzug aus Goma ab

Die kongolesische Kämpfergruppe M23 droht mit einem weiteren Vormarsch, sollte Präsident Kabila nicht endlich die Friedensverhandlungen aufnehmen.

  Vormarsch statt Rückzug: Die M23-Rebellen drohen damit, die gesamte Demokratische Republik Kongo "zu befreien"

Vormarsch statt Rückzug: Die M23-Rebellen drohen damit, die gesamte Demokratische Republik Kongo "zu befreien"

Die kongolesischen Rebellen haben einen Abzug aus der Stadt Goma im Osten des Landes abgelehnt. Sie drohten am Donnerstag mit ihrem weiteren Vormarsch, falls Präsident Joseph Kabila nicht Friedensverhandlungen aufnehme. "Wir bleiben in Goma und warten auf Verhandlungen", sagte der Politchef der Rebellengruppe M23, Jean-Marie Runiga, am Donnerstag. Er äußerte zudem Zweifel an der Zusage Kabilas, die Forderungen der Bewegung zu prüfen.

Die M23-Kämpfer hatten Goma an der Grenze zu Ruanda am Dienstag eingenommen, nachdem Regierungssoldaten abgezogen waren und UN-Friedenstruppen den Versuch aufgegeben hatten, die Millionenstadt zu verteidigen. Seitdem haben die Rebellen auch die 25 Kilometer entfernte und an einer wichtigen Fernstraße liegende Stadt Sake eingenommen. Sie drohen damit, die gesamte Demokratische Republik Kongo "zu befreien".

Am Mittwoch hatten die Nachbarstaaten den Abzug der M23 aus Goma und das Ende ihres Vormarsches gefordert. Kabila bot den Rebellen im Gegenzug an, ihre Beschwerden zu prüfen.

Kämpfer vermutlich aus Ruanda unterstützt

Die Rebellenbewegung leitet ihren Namen aus dem Friedensabkommen vom 23. März 2009 ab. Die Übereinkunft sah die Eingliederung der damaligen Rebellen in die kongolesischen Streitkräfte vor. Aus Sicht der Aufständischen hat die Regierung den Vertrag gebrochen. Die Gruppe versucht, aus der allgemeinen Unzufriedenheit über das langsame Reformtempo Kapital zu schlagen und ist bemüht, ihre Basis zu verbreitern.

Vermutlich werden die Kämpfer von Ruanda unterstützt, was die dortige Regierung indes bestreitet. Die Region ist reich an Bodenschätzen wie Gold, Diamanten und Zinn. Auch das vor allen für die Herstellung von Handys und Laptops benötigte Erz Koltan wird in Kongo gefördert. Die Regierung von Präsident Kabila hat direkte Verhandlungen mit der Gruppe M23 mehrfach abgelehnt.

nw/Reuters/Reuters
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