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Eine bewaffnete Gruppe hat im Jemen sechs Mitarbeiter einer internationalen Hilfsorganisation entführt. Unter den Geiseln befindet sich auch ein Deutscher. Offenbar wollen die Entführer die Freilassung von Häftlingen erzwingen.
In den Flüchtlingslagern an der Grenze zu Tunesien wird die hygienische Situation langsam kritisch. Guido Westerwelle hält eine militärische Intervention für kontraproduktiv. Obama spricht ein Machtwort - die Lage in Libyen im Liveticker.
Es war ein historischer Tag, an dem Johannes Gunst und Dirk Liedtke mit Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich ein Interview zum Thema Cybersicherheit führen wollten. Nicht wegen des Gesprächs, das in Bonn im „Nationalen IT-Lagezentrum“ des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik angesetzt war oder weil viele Rheinländer am Morgen nach Weiberfastnacht einen dicken Kopf hatten. Die Spannung kam aus Berlin, woher Friedrich am Morgen eingeflogen war, mit einem Linienflug übrigens. Um 11 Uhr hatte Christian Wulff seinen Rücktritt als Bundespräsident verkündet. Auch über die Monitore der deutschen Cyber-Spezialisten lief die Übertragung aus Schloss Bellevue. Und um 11.30 sollte eigentlich das Gespräch mit Minister Friedrich im BSI an der Godesberger Allee beginnen. Friedrich wurde auch pünktlich in einem gepanzerten 7er BMW vorgefahren, begleitet von einigen Personenschützern in einem Audi A8 mit Kojak-Blaulicht. Aber er stieg nicht aus, sondern blieb im Auto sitzen, fast zehn Minuten lang. Ungefähr zeitgleich trat in Berlin seine Chefin, Bundeskanzlerin Angela Merkel, vor die Presse, um den Wulff-Rücktritt knapp zu kommentieren. Schaute Friedrich sich die Rede auf seinem dienstlichen iPad live an? Wir vergaßen, ihn danach zu fragen. Nachdem Merkel fertig war, stieg Friedrich aus der Limousine und betrat endlich das Gebäude. Das Interview im „Warroom“ genannten Konferenzraum, der nur von einer Glaswand vom Lagezentrum mit zahlreichen Rechnern und einer großen Monitorwand getrennt ist, konnte beginnen. Zwei rote Balken signalisierten derweil einen Notfall: Die Webseiten www.bundespraesident.de und www.christian-wulff.de waren nicht erreichbar. Ein Fall für das Cyber-Abwehrzentrum oder das Nationale IT-Krisenreaktionszentrum ? Das wäre es gewesen: ein Cyberangriff auf bundeseigene Internetseiten während der Minister zu Besuch ist. Doch die Experten reagierten mit der Gelassenheit von erfahrenen Systemadministratoren, die nichts aus der Ruhe bringt. Von wegen Cyberattacke, ein momentan aufgeflammtes Interesse der Bürger an den präsidialen Webangeboten hatte die Server überlastet: Zu viele Anfragen, nicht erreichbar. Die BSI-Spezialisten erhöhten die Leitungskapazitäten und nach zehn Minuten waren die Balken an der Monitorwand wieder grün. Mittlerweile ist www.christian-wulff.de abgeschaltet. von Dirk Liedtke Foto: Thomas Rabsch
Deutschland hat seine Botschaft in der libyschen Hauptstadt Tripolis geschlossen.
GSG-9-Spezialisten sollen nun in der Sahara nach den verschollenen Touristen suchen, von denen weiter jede Spur fehlt. Außenminister Joschka Fischer hat sich inzwischen persönlich in den Fall eingeschaltet.
Als Reaktion auf die Anschlagsserie in London sind die Sicherheitsvorkehrungen in deutschen Großstädten verstärkt worden. Konkrete Hinweise auf bevorstehende Anschläge gibt es jedoch nicht.
Die Anschlagsserie im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich hat weltweit Trauer und Abscheu hervorgerufen. In einigen Staaten wurden die Sicherheitsvorkehrungen an Urlaubsorten verstärkt.
Wenn es für Deutsche im Ausland gefährlich werden kann, gibt er Alarm. Klaus D. Streicher ist oberster Reisewarner der Republik. Sein Arbeitsplatz: das Außenministerium.
Bei den Terroranschlägen in Scharm el Scheich sind auch deutsche Urlauber verletzt worden. Das erklärte Bundeskanzler Gerhard Schröder am Samstag in Berlin. Einzelheiten nannte er jedoch nicht. Angehörige der deutschen Botschaft würden die verletzten Deutschen in Zusammenarbeit mit den ägyptischen Behörden vor Ort betreuen.
Von dem in Nigeria verschleppten Deutschen gibt es ein erstes Lebenszeichen. Die Entführer veröffentlichten ein Foto und eine Erklärung des Mannes.
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