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Das Verhältnis zwischen der Nato und Russland kühlt sich rapide ab. Anlass: der geplante Nato-Raketenschild. Auch deshalb will Russland jetzt ein Abrüstungsabkommen aussetzen. Der russische Außenminister denkt schon an die Kündigung des Vertrags.
Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Beteiligung Moskaus am Abrüstungsvertrag über konventionelle Streitkräfte in Europa ausgesetzt. Dieses Vorgehen hatte Putin im April angekündigt, wenn der Streit um den US-Raketenschild nicht gelöst würde.
Trotz - oder wegen - der Spannungen aufgrund des geplanten US-Raktenschilds geben sich US-Präsident George W. Bush und Russlands Staatsoberhaupt Wladimir Putin betont entspannt bei ihrem Gipfeltreffen auf dem Landsitz von Bushs Eltern. Zum Start ging es erstmal aufs Wasser.
Russlands Präsident Putin setzt den USA die Pistole auf die Brust: Er will sich künftig nicht mehr an den KSE-Vertrag halten, der Obergrenzen für konventionelle Streitkräfte festlegt. Putins begründete diesen Schritt mit dem geplanten US-Raketenschirm in Europa.
Was passiert, wenn Russland den KSE-Vertrag nicht nur aussetzt, sondern neu verhandeln will? Steuert Europa dann auf einen Kalten Krieg zu? stern.de sprach mit den Rüstungsexperten Oliver Meier über Drohgebärden und ihre realen Folgen.
Die Vertreter der Nato sind verwirrt: Haben die Russen bereits den Abrüstungsvertrag KSE gekündigt oder nicht. Die Äußerungen aus dem russischen Außenministerium jedenfalls sind so unklar, dass die Nato nun eine Erklärung verlangt.
Russland hat am Dienstag eine neue Rakete getestet, die angeblich jeden Schutzschild überwinden kann. Experten werten den überraschenden Test als Antwort des Kremls auf den Plan der USA, in Osteuropa ein Raketenabwehr-Systen zu installieren.
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