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Erzfeind besucht Erzfeind

Kuba erlebt eine zweite - und vermutlich tiefgreifende - Revolution: Nach Jahrzehnten der Feindschaft kommt erstmals wieder ein US-Präsident zu Besuch. Obama wird sogar im Großen Theater von Havanna sprechen.

Die Air Force One landet in Havanna

Ein Foto, das den Beginn einer neuen Epoche symbolisiert: Die Air Force One des US-Präsidenten landet auf dem Jose-Marti-Flughafen in Havanna. Marti ist ein Nationalheld in Kuba, er fiel im kubanischen Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien 1895.

US-Präsident Barack Obama weilt zu einem historischen Besuch auf Kuba. Es ist das erste mal seit 88 Jahren, dass ein amtierender US-Präsident seinen Fuß auf kubanischen Boden setzt. Obama landete mit der Präsidentenmaschine Air Force One auf dem internationalen Flughafen in Havanna. Dort traf er sich zunächst mit Mitarbeitern der neu eröffneten US-Botschaft.

Später spazierte er mit seiner Frau und den beiden Töchtern durch die Altstadt Havannas. Am Montag will sich Obama mit seinem kubanischen Kollegen Raul Castro treffen, der ihn am Flughafen nicht empfangen hatte. Anschließend sind Gespräche mit Unternehmern und private Treffen mit Dissidenten geplant.

Obama will die Annäherung zwischen den beiden lange Zeit verfeindeten Ländern unumkehrbar machen. Im Dezember 2014 hatten er und Raul Castro angekündigt, die wechselseitigen Beziehungen zu normalisieren. Dennoch besteht das Handelsembargo der USA gegen Kuba fort. In Washington wehren sich vor allem die Republikaner gegen eine Lockerung. Nach dem Sieg Fidel Castros und dessen Hinwendung zur Sowjetunion hatten die USA 1961 die diplomatischen Beziehungen zu Kuba abgebrochen. Ziel war die internationale Isolierung des Landes.

lk/rtr
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