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9. März 2007, 13:18 Uhr

Auswärtsspiel für George W. Bush

Auf seiner einwöchigen Reise nach Lateinamerika trifft US-Präsident vor allem auf den erbitterten Protest der Bevölkerung. In Brasilien haben sich linke Demonstranten mit der Polizei gewalttätige Auseinandersetzungen geliefert.

Ankunft des Präsidentenpaars in Sao Paulo© Silvia Izquierdo/AP

US-Präsident George W. Bush ist zu Beginn seiner Lateinamerika-Reise auf erbitterte Proteste zehntausender Demonstranten gestoßen. Noch vor Bushs Landung in der größten brasilianischen Stadt Sao Paulo protestierten dort laut Polizei zehntausend Menschen gegen den Irak-Krieg, Folter in US-Gefängnissen und die Umweltpolitik der USA.

Bei dem zunächst friedlichen Protestmarsch zogen Demonstranten unter afrobrasilianischen Trommelklängen mit Parolen wie "Hau ab, Bush" über die berühmte Avenida Paulista, der großen Geschäftsstraße Sao Paulos. Zu Zusammenstößen mit der Polizei kam es später, als eine kleine Gruppe von linksgerichteten Jugendlichen Steine auf die Sicherheitskräfte warf. Diese reagierten Augenzeugen zufolge mit Tränengas und Schlagstöcken. Laut Polizei wurden 18 Menschen verletzt.

Auch in Kolumbien, das ebenfalls auf Bushs Reiseplan steht, kam es bei Protesten zu Ausschreitungen. Die Polizei erklärte, linke Guerillas würden Angriffe und Sabotageakte während des Staatsbesuchs am Sonntag planen.

In Argentinien wurde Bush von seinem schärfsten Gegenspieler in der Region, dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez, kritisiert. "Man muss dem US-Präsidenten die Goldmedaille für Heuchelei geben, weil er gesagt hat, dass er sich nun wegen der Armut in Lateinamerika sorgt", sagte der Linkspolitiker kurz nach seiner Ankunft in Buenos Aires. "Nach so vielen Jahren entdeckt er nun, dass es Armut in Lateinamerika gibt, wo doch das US-Imperium der Hauptschuldige ist." Bush hatte vor seiner Reise Hilfe für die Region angekündigt. Chavez wollte eine Veranstaltung gegen Bush in Argentinien anführen, während der US-Politiker im benachbarten Uruguay ist. Am Samstag reist er nach Bolivien.

Bush will während seiner einwöchigen Reise, die ihn auch nach Kolumbien, Guatemala und Mexiko führt, das ramponierte Image seiner Regierung in Lateinamerika aufbessern. Beobachtern zufolge möchte er auch Partner finden, um Chavez' wachsenden Einfluss einzudämmen. Dazu könnte ihm der Einfluss des gemäßigt linken brasilianischen Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva nützen.

Dabei wollten beide Länder auch ein Abkommen über die Produktion von Ethanol abschließen. Brasilien und die USA sind weltweit die größten Produzenten des Auto-Treibstoffes aus Pflanzen. Bush will mit Hilfe von Ethanol die Abhängigkeit von Erdöl-Exporten aus dem Nahen Osten verringern. Zudem sei Ethanol besser für das Klima. Die Umweltschutzgruppe Greenpeace forderte Lula und Bush jedoch auf, noch mehr gegen den Klimawandel zu tun. "Ethanol ist nicht genug", erklärte sie auf einem Transparent in Sao Paulo.

Terry Wade/Reuters
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
Raknarak (12.03.2007, 09:25 Uhr)
@ GW
Bush had the choice, to not start the iraq war again, wich his father couldn´t finish befor him. 9/11 is a result out of that.
be proud about the vote you made, you don´t seem to be a bit smarter.
and by the way, this comes from a american living in germany
042020 (10.03.2007, 21:16 Uhr)
GW
br4instorm, a little langsam mit deinen aussagen.
GW had some very bad advise, but he is trying very hard to correct the present problems. you may not remember that when he got into office there where not much choices. (I voted for him twice)
and since I'am not a German know it all I support him all the way.
now assuming Hillary get's into office in '08, then and only then will I consider moving to Germany
where everything is so nice, correct and good. where a KINDERSCHANDER gets out of Jail four times to kill. where a insane
dude that claim there was no Holocaust gets five years. If any nation is not quite normal it's.
GERMANY
sunnyboy_1 (09.03.2007, 21:46 Uhr)
Bush ist doch nur ...
eine Marionette. Da haben die Republikaner genau den Richtigen gefunden, der ihre Kindertraeume von der Weltmacht USA auslebt. Kaum ein Praesident der Vereinigten Staaten trampelt so (un)geschickt im Porzellanladen herum wie Dschorschie.
die Aufraeumarbeiten nach Bush werden viele Jahre andauern.
bR4iNST0RM (09.03.2007, 15:54 Uhr)
Bush der Vollidiot
Bush ist tatsächlich der größte Vollidiot weltweit. Jetzt rennt er ein bissl rum und macht den Sorgsamen. So eine Heuchlerei ist so widerwärtig, dass das zu Bush passt wie die Faust aufs Auge. Leidet der Spinner eigentlich an Alzheimer? Oder denkt er, wenn er eine Nacht schläft, haben alle vergessen, was der Präsident der Vereinigten Staaten verzapft hat?!
Es ist ein wahres Armutszeugnis für die USA, solch einen Schwachkopf weiter hoch zu halten. Aber da gebe ich nur ungern dem Volk der USA die Schuld. Ich denke viel eher an Lobbyisten, die auf Teufel komm raus dem Bush Rückendeckung geben, damit die Rüstungs- und Ölindustrie satte Gewinne fährt. Und Bush bekommt dafür Narrenfreiheit. So ist es einem texanischen Bauern recht: schmal denken, breit fahren.
So eine permanente Gleichgültigkeit ist einfach nur zum brechen.
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