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Überraschende Wende im Kongo-Konflikt: Der Rebellen-General Laurent Nkunda wurde festgenommen. Der Kriegsherr, dem zahlreiche Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen werden, wurde von seinen Verbündeten in Ruanda fallengelassen. Doch die Hoffnung auf Frieden bleibt vage.
Nirgendwo gab es seit 1945 so viele Tote wie beim Konflikt im Kongo. Vor der neuesten Welle der Gewalt sind im Osten des Landes 250.000 Menschen auf der Flucht. Ob Soldaten, Rebellen oder Milizionäre - die Bevölkerung weiß nicht mehr, wem sie trauen kann.
Das Land ist reich an Rohstoffen wie nur wenige andere, und es ist heruntergewirtschaftet wie kaum ein anderes. Nun tobt im Kongo wieder ein Bürgerkrieg, der fast eine Million Menschen zur Flucht zwingt. Was ist nur los in dem afrikanischen Riesenstaat? stern.de beantwortet die wichtigsten Fragen.
Blutiges Massaker im Osten Kongos: Soldaten der Rebellenarmee von General Laurent Nkunda haben nach Berichten von Hilfsorganisationen in der Stadt Kiwanja rund 60 regierungstreue Milizionäre getötet. Unterdessen ist der in der Region verschleppte deutsche Journalist wieder frei.
Im Kongo jagen bewaffnete Gruppen die Zivilbevölkerung vor sich her, fliehen die Menschen vor dem Krieg. Sie laufen in den Busch, in die Wälder, überqueren Grenzen. Ohne Schutz, ohne Nahrung. Und die Kleinen trifft es am härtesten: Die Zahl der schwer unterernährten Kinder hat sich binnen kürzester Zeit verzehnfacht.
Im Kongo-Krieg gibt es brutalste Gewalt auf allen Seiten. Es wird geschossen, geplündert und vergewaltigt. Michelle Rice, die für die Hilfsorganisation World Vision im Land war, hat für stern.de aufgeschrieben, was sie gesehen hat: den grausamen Alltag von Frauen ohne Schutz und ohne Rechte.
Ein Korrespondent der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ist im Kongo offenbar von Rebellen verschleppt worden. Der Journalist, der seit acht Jahren für die Zeitung aus Afrika berichtet, ist im umkämpften Osten des Landes offenbar zwischen die Fronten geraten und entführt worden.
Im Kongo ist Amtsinhaber Joseph Kabila zum Sieger der Präsidentenwahlen erklärt worden. Die Klage seines Rivalen wies das Oberste Gericht zurück. Damit ist die Mission der Bundeswehrsoldaten beendet.
Die Regierungstruppen konnten dem Kugelhagel aufgebrachter Rebellen im Osten Kongos trotz Hilfe von UN-Soldaten nicht mehr standhalten und gaben die Stadt Sake auf. 20.000 Menschen flüchteten, drei Zivilisten starben.
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Laurent Nkunda oder Laurent Nkundabatware Mihigo ist ein ehemaliger General der kongolesischen Armee und ehemaliger Führer der Rebellengruppe Nationalkongress zur Verteidigung des Volkes (französisch Congrès national pour la défense du peuple, CNDP), im Osten der Demokratischen Republik Kongo, die der Bevölkerungsgruppe der Tutsi und möglicherweise der Regierung Ruandas nahesteht. Nach seiner Entmachtung als Führer der CNDP wurde er im Januar 2009 von ruandischen Einheiten festgenommen.
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