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Sarkozy verspricht Gaddafi ein Atomkraftwerk

Nach dem Ende des Streits um die bulgarischen Krankenschwestern will Frankreich seine Beziehungen zu Libyen intensivieren. Die beiden Staatschefs wollen bei den Themen Atomkraft, Rüstung, Bildung und Forschung zusammenarbeiten.

Frankreich und Libyen haben eine Zusammenarbeit bei der friedlichen Nutzung der Atomenergie vereinbart. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten beide Seiten am Mittwoch während eines Libyen-Besuchs des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Ziel sei der Bau eines Atomkraftwerks in dem nordafrikanischen Land, das Energie zur Meerwasser-Entsalzung liefern solle.

Rückkehr ins "Konzert der Nationen"

Sarkozy traf in Tripolis Staatschef Muammar Gaddafi nur einen Tag nach dem Ende der diplomatischen Krise um die jahrelang in Libyen festgehaltenen bulgarischen Mediziner. Ziel der Reise ist eine Vertiefung der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu dem Erdöl-Förderland. Sarkozy hat angekündigt, Libyen bei der Rückkehr in das "Konzert der Nationen" helfen zu wollen. "Ich bin glücklich, in Ihrem Land zu sein, um über die Zukunft zu sprechen", schrieb er in das Gästebuch in Gaddafis Residenz.

Einem französischen Regierungssprecher zufolge unterzeichneten die Außenminister beider Länder auch eine Vereinbarung über eine Rüstungszusammenarbeit. Zudem war von einem Abkommen über eine Bildungs- und Forschungskooperation die Rede. Sarkozys Frau Cecilia hatte sich gegen Ende der Krise um die Krankenschwestern in die Bemühungen der Europäischen Union um deren Freilassung eingeschaltet.

Libyen erwartet weitere Besucher

US-Außenministerin Condoleezza Rice sagte unterdessen in einem Rundfunk-Interview, sie hoffe nach der Lösung des Streits um die Mediziner auf einen baldigen Besuch in Libyen. Ein Datum nannte sie nicht, wies aber als Zeichen für die verbesserten Beziehungen auf die kürzliche Ernennung eines US-Botschafters in Tripolis hin.

Die britische Regierung kündigte für Mittwoch eine Libyen-Reise des Außenstaatssekretärs Kim Howells an.

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