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19. Mai 2011, 07:40 Uhr

Gaddafis Ehefrau und Tochter setzen sich ab

Es wird einsamer um Libyens Machthaber Muammar al Gaddafi: Nach Angaben aus tunesischen Sicherheitskreisen sollen seine Gattin Safia und seine Tochter Aischa Tripolis verlassen haben und in das Nachbarland geflohen sein.

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Aischa Gaddafi bei einer Unterstützungsdemonstration für ihren Vater Mitte April in Tripolis© Louafi Larbi/Reuters

Die Ehefrau und Tochter des libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi haben sich offenbar in das Nachbarland Tunesien abgesetzt. Ehefrau Safia und Tochter Aischa hätten vor einigen Tagen zusammen mit einer libyschen Delegation die Grenze überquert, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch aus Kreisen tunesischer Sicherheitskräfte.

Im libyschen Bürgerkrieg herrscht militärisch eine Patt-Situation. Die Nato greift Gaddafis Einheiten aus der Luft an und hat wiederholt sein Gelände in Tripolis bombardiert.

Spannungen mit Tunesien verschärfen sich

Die anhaltenden Kämpfe im Grenzgebiet zwischen Libyen und Tunesien belasten unterdessen zunehmend die Beziehungen zwischen beiden Ländern. Nach Augenzeugenberichten schlugen am Mittwoch Dutzende Granaten aus Libyen in der Nähe des tunesischen Grenzortes Dehiba ein. Sie richteten keinen Schaden an, doch Tunesien will diese Grenzverletzungen nicht mehr hinnehmen. Die Regierung in Tunis drohte Tripolis mit "harten Gegenmaßnahmen". So werde man sich wegen der schweren Grenzverletzungen an den UN-Sicherheitsrat wenden, hieß es in einer Erklärung des tunesischen Außenministeriums.

Bewohner in der Hauptstadt Tripolis klagen derweil über Benzinmangel. Die Treibstoff-Krise ist Folge der anhaltenden Nato-Luftangriffe auf Anlagen und Depots des libyschen Militärs sowie der von der internationalen Gemeinschaft verhängten Sanktionen.

mad/DPA/AFP
 
 
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