Der südafrikanische Staatschef Jacob Zuma hat seine Vermittlungsmission im Libyen-Konflikt begonnen. Im Auftrag der Afrikanischen Union (AU) soll er Gespräche mit Machthaber Muammar al Gaddafi führen.
Der südafrikanische Staatschef Jacob Zuma hat seine Vermittlungsmission im Libyen-Konflikt begonnen. Zuma traf am Montagnachmittag in der libyschen Hauptstadt Tripolis ein, um im Auftrag der Afrikanischen Union (AU) Gespräche mit Machthaber Muammar el Gaddafi zu führen. Wie ein ein AFP-Korrespondent berichtete, wurde er zunächst von Regierungschef Baghdadi Mahmudi empfangen. Nach südafrikanischen Angaben will Zuma einen sofortigen Waffenstillstand vorschlagen, um humanitäre Hilfe und Reformen zu ermöglichen. Berichte, wonach Zuma Gaddafi zu einem Machtverzicht drängen will, wies das südafrikanische Präsidialamt dagegen als "irreführend" zurück.
Tripolis warf der Nato am Montag vor, bei einem Angriff elf Menschen getötet zu haben. Das Bündnis habe am Montag in der Stadt Sliten, rund 150 Kilometer östlich von Tripolis, zivile und militärische Ziele bombardiert, meldete die staatliche libysche Nachrichtenagentur JANA. "Elf Märtyrer sind gefallen." Weitere Menschen seien verletzt worden. Eine unabhängige Überprüfung war wegen der geltenden Beschränkungen für Journalisten in Libyen zunächst nicht möglich.