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14. August 2006, 09:37 Uhr

Briten senken Terror-Warnstufe

Großbritannien und die USA haben die Bedrohungsstufe für Passagierflüge gesenkt. Die britische Regierung geht dennoch von einem hohen Risiko aus und fürchtet unentdeckte Terroristen.

Der britische Innenminister Reid fürchtet, dass weitere Terroristen bislang unentdeckt geblieben sind© Daniel Deme/EPA

Großbritannien und die USA haben ihre Sicherheits-Warnstufen gesenkt, gehen aber dennoch von einer weiterhin hohen Terrorgefahr aus. Für Passagierflüge von Großbritannien in die USA sei die Bedrohungsstufe von "rot" auf "orange" oder "hoch" reduziert worden, teilte das US-Heimatschutzministerium mit. Dies bedeute aber nicht, dass die Bedrohung nach den vereitelten Anschlägen auf Transatlantikflüge zwischen Großbritannien und den USA vorüber sei. Man bleibe wachsam gegenüber allen Anzeichen für Anschlagspläne in den USA oder gegen Amerikaner, sagte Heimatschutzminister Michael Chertoff.

Auch die Regierung in London geht von einem weiterhin hohen Terror-Risiko aus. "Ein weiterer Terroranschlagsversuch ist höchstwahrscheinlich", sagte Innenminister John Reid dem Fernsehsender "BBC". Die britischen Behörden hätten zwar die Hauptverdächtigen für die jüngst geplanten Anschläge festgenommen. Allerdings sei es wahrscheinlich, dass einige Terroristen weiterhin unentdeckt geblieben wären.

Von "kritisch" auf "ernst" runtergestuft

Die britischen Behörden stuften die Terrorgefahr auf "ernst" herunter, wonach ein Anschlag aber weiter sehr wahrscheinlich ist. Zuvor war die Terrorgefahr auf "kritisch" eingestuft. Dies bedeutet, dass nach Einschätzung der Behörden ein Anschlag unmittelbar bevorsteht.

Die Warnstufe war in der vergangenen Woche angehoben worden, nachdem die Polizei Anschlagspläne radikaler Moslems noch rechtzeitig vereitelt hatte. Die Verdächtigen wollten Behördenangaben zufolge Passagierflugzeuge auf dem Weg in die USA mit Flüssigsprengstoff in die Luft jagen. Nach Erkenntnissen der Bundesregierung hatten die mutmaßlichen Flugzeug-Attentäter auch Verbindungen nach Deutschland.

Handy sorgte für Aufregung

Ein Mobiltelefon an Bord eines British-Airways -Flugzeugs auf dem Weg von London nach New York sorgte unterdessen für Aufregung. Da der Besitzer des Handys nicht unter den 217 Passagieren ausgemacht werden konnte, kehrte der Pilot als Vorsichtsmaßnahme zum Flughafen Heathrow zurück. Das Telefon stellte sich später als nicht gefährlich heraus.

Nach den verschärften Sicherheitsvorkehrungen war es den Passagieren auch verboten worden, Mobiltelefone mit an Bord zu nehmen. Nach den Erkenntnissen der Behörden sollten bei den vereitelten Anschlägen explosive Flüssigkeiten mit herkömmlichen Elektrogeräten zur Detonation gebracht und so die Flugzeuge in die Luft gejagt werden.

Reuters
 
 
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