Nelson Mandela muss vorerst im Krankenhaus bleiben

11. Dezember 2012, 12:33 Uhr

Südafrika ist besorgt: Am Samstag kam Nelson Mandela ins Krankenhaus. Nur ein Routine-Check, hieß es. Nun ist klar: Der 94 Jahre alte Friedensnobelpreisträger hat sich eine Lungeninfektion zugezogen.

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Der Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela liegt offenbar mit einer Lungenentzündung im Krankenhaus. Ganz Südafrika sorgt sich um den 94-Jährigen Nationalhelden.©

Der vor wenigen Tagen ins Krankenhaus eingelieferte frühere südafrikanische Präsident Nelson Mandela leidet nach Angaben der Regierung an einer Lungeninfektion. Eine frühere Lungenerkrankung des 94-Jährigen sei wieder ausgebrochen, teilte das Büro von Staatschef Jacob Zuma am Dienstag mit. Mandela bekomme eine entsprechende Behandlung, die gut anschlage. Am Montag hatte die Regierung erklärt, Mandela sei nicht in Gefahr.

Südafrikas Nationalheld war am Samstag ins Krankenhaus eingeliefert worden. Immer wieder litt er in der Vergangenheit an Lungenproblemen. Wegen seines Kampfes gegen das rassistische Apartheid-Regime verbrachte er 27 Jahre im Gefängnis. 1990 kam er schließlich auf freien Fuß. Während der Haft war bei ihm Tuberkulose im Frühstadium diagnostiziert worden.

Mandelas Frau Graca Machel sagte dem Lokalsender eNCA, es schmerze sie, ihren 94-jährigen Mann altern zu sehen. "Dieser Geist und dieser Funke bei ihm, das lässt allmählich nach", sagte sie in dem am Dienstag ausgestrahlten Interview. Ihn altern zu sehen, tue ihr weh. Das sei aber der Lauf der Dinge, fügte sie hinzu, ohne sich zu seinem gesundheitlichen Zustand zu äußern. Mandelas Enkelin Ndikela sagte demselben Sender, ihr Großvater habe akzeptiert, dass es zum Altern und zum Leben dazugehöre, ab einem bestimmten Zeitpunkt von anderen abhängig zu sein.

Südfrika verfolgt den gesundheitlichen Zustand Mandelas äußerst besorgt. Der Anführer der Anti-Apartheidsbewegung machte sich nach seiner Haftentlassung um die Aussöhnung zwischen Schwarzen und Weißen im Land verdient. Im Jahr 1993 erhielt er gemeinsam mit dem damaligen Präsidenten Frederik de Klerk den Friedensnobelpreis. Von 1994 bis 1999 war er der erste schwarze Staatschef des Landes. 2004 zog er sich aus der Politik zurück.

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