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11. Mai 2010, 22:17 Uhr

Bye-bye Brown - Hello Cameron

Großbritanniens Premierminister Gordon Brown ist zurückgetreten. David Cameron zieht in die Downing Street ein und führt die konservativen Tories nach 13 Jahren Labour wieder zurück an die Macht.

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Abgang: Premier Gordon Brown verlässt die Downing Street nach nur drei Jahren wieder© Cathal McNaughton/Reuters

Der britische Premierminister Gordon Brown ist zurückgetreten. Er zog damit die Konsequenzen aus der verlorenen Unterhauswahl vor knapp einer Woche. Neuer Regierungschef ist David Cameron von den konservativen Tories, der zusammen mit den Liberaldemokraten und deren Chef Nick Clegg eine Koalition bilden wird - es ist die erste auf der Insel seit 70 Jahren.

Brown hatte zuvor die Queen über seinen Rücktritt informiert und betont, er trete mit sofortiger Wirkung auch als Chef der Labour-Partei zurück. Er fuhr am Abend kurz nach der Ankündigung vor der Downing Street Nummer 10 zur Königin in den Buckingham Palast, die ihn - so will es das protokoll - aus dem Amt entließ. Kurz darauf ernannte Elizabeth II. Cameron zum neuen Premier und beauftragte ihn, eine neue Regierung zu bilden.

Cameron prophezeit schwere Zeiten

Es stünden nun schwere Zeiten und schwere Entscheidungen bevor, sagte Cameron, der die Tories nach 13 Jahren Labour zurück an die Macht führt. Cameron ist mit 43 Jahren der jüngste Premierminister Großbritanniens seit fast 200 Jahren. Unklar ist noch, wer welche Posten besetzen wird und welche Rolle Clegg in der neuen Regierung spielen wird. "Eine Koalition wird große Herausforderungen mit sich bringen", sagte Cameron. Er und Clegg seien aber fest entschlossen, Parteigrenzen zu überwinden und gut zusammenzuarbeiten. Größte Herausforderung für die neue britische Regierung ist nun, die wirtschaftliche Lage des Landes und die haushohe Verschuldung in den Griff zu bekommen.

Cameron war 2005 auf den Chefsessel der Tories gerückt. Er hatte seine Partei modernisiert und vom alten Image der harten Jahre unter Premierministerin Margaret Thatcher befreit. Außenpolitisch wird vor allem die Europapolitik der Tories interessant. Cameron hatte sich im Wahlkampf dafür ausgesprochen, dass auf keinen Fall mehr Macht von London auf Brüssel übertragen werden soll.

Brown: "Ich habe den Job geliebt"

Brown wünschte seinem Nachfolger alles Gute. Er habe den Job geliebt, sagte der 59-jährige Schotte, dessen Frau Sarah während des Statements an seiner Seite stand. Zusammen mit ihren beiden Kindern verließen sie dann symbolisch die Downing Street. Freunde von Brown berichteten, er wolle auch als Abgeordneter zurücktreten und sich aus der Politik verabschieden.

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Die neuen Bewohner von Downing Street No. 10: David Cameron und seine Frau Samantha© Toby Melville/Reuters

Die Konservativen und der 43 Jahre alte Cameron waren bei der Unterhauswahl am Donnerstag mit 306 Sitzen stärkste Partei geworden, brauchen aber die Unterstützung der Liberalen (57 Mandate) oder anderer kleinerer Gruppen um auf die erforderliche Mehrheit von 326 Sitzen zu kommen. Labour kam nur auf 258 Mandate und musste eine schwere Schlappe einstecken, verhandelte aber dennoch mit den Liberalen über eine Koalition. Brown hatte vergeblich versucht, mit seinem am Montag angekündigten Rückzug als Parteichef die "LibDems" in ein Regierungsbündnis zu locken.

Die Ära von "New Labour" hatte 1997 mit der Wahl Tony Blairs zum Premier begonnen, der seine Partei von Grund auf erneuerte. Brown hatte das Amt 2007 übernommen, war aber nicht vom Volk gewählt worden.

joe/DPA/AFP/APN
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
vombromsberg (12.05.2010, 12:04 Uhr)
keine panik...
...wenn dann alles raus gekommen ist, dann kommt mutti auch zu euch auf die insel. und dann, wenn sie da ist, ziehen wir den stöpsel.....pffffffff
Neugieriger12 (12.05.2010, 06:20 Uhr)
Ob der sich wirklich freut...
das wage ich mal zu bezweifeln. Den Job den David Cameron da jetzt bekommt will doch sowieso keiner. GB ist pleiter denn je und wenn er das Volk nicht bei Laune hält (wie denn, ohne Patte ?), dann schafft er es nicht mal bis zur nächsten Wahl.
JRx1 (11.05.2010, 23:19 Uhr)
Wann erklaert Cameron
den Staatsbankrott? Macht doch keinen spass mit miesen auf dem konto zu regieren...
sternenhagel (11.05.2010, 23:13 Uhr)
New Labour
"Aneurin Bevan thy party is dead and time for a new one is nigh. New Labour just fuck off and die" (Attilla the stockbroker)
brigitteramsau (11.05.2010, 22:33 Uhr)
Laut BBC...
...verhandeln die Liberalen immer noch mit Labor, sollte das dem Author entgangen sein? Wird hier das Wunschdenken des Authors nun zur Realitaet und nur um uebermorgen zu verkuenden das Cameron nicht PM wird?

Die FED und die britischen Zentralbank fuehren derzeit eine konzertierte Aktion zur Zerstoerung des Euro's aus. Das scheint auch Freude aufkommen zu lassen. Warum eigentlich? Sollten die deutschen Schreiberlinge nicht wissen, wenn es sich noch um solche handelte das es die Aeste betrifft auf denen sie sitzen?

Wohl bekomms und gute Nacht Deutschland.
Power (11.05.2010, 22:25 Uhr)
Bin gespannt
wann Cameron den Staatsbankrott bekannt gibt.
jomimo (11.05.2010, 22:18 Uhr)
Glückwunsch, G B .....
das ist wie Merkel nach Schröder und es wird Euch bestimmt gut gefallen ; - )))
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