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Wenn Mahmud Ahmadinedschad ans Mikrofon der UN-Vollversammlung tritt, ist ein Eklat garantiert. Diesmal legte Irans Präsident seine Verschwörungstheorie zum 11. September dar, und die Delegationen verließen den Saal. Wenige Stunden zuvor war US-Präsident Obama noch auf Versöhnungskurs. Damit ist es jetzt vorbei
Die Geschichte um Shahram Amiri bleibt auch nach seiner Rückkehr in den Iran mysteriös. Wie die US-Zeitung "Washington Post" jetzt berichtet, soll die CIA dem Physiker wichtige Informationen über das iranische Atomprogramm abgekauft haben. Der Preis: stolze fünf Millionen Dollar
Im Atomstreit mit dem Westen will Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad seinen Worten rasch Taten folgen lassen. Bereits am Dienstag will das Land damit beginnen, Uran auf 20 Prozent anzureichern. Die Zeit für "Spielchen" sei vorbei.
Angebot und Absage: Irans Präsident hat in der Atomfrage jegliche Glaubwürdigkeit verspielt. Das war das beherrschende Thema auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Ein US-Senator spekulierte öffentlich sogar über einen Militärschlag.
Der Iran hält die internationale Staatengemeinschaft im Atomstreit mit neuen Forderungen weiter hin. Außenminister Manuchehr Mottaki konfrontiert den Westen mit Bedingungen für im Ausland angereichertes Uran. Sein deutscher Amtskollege Guido Westerwelle reagiert gereizt.
Die oppositionellen Demonstranten im Iran müssen eine weitere Verschärfung der Lage fürchten: Mehrere Abgeordnete und der Parlamentspräsident wollen sie für die "Entweihung" des Aschura-Festes mit dem Tod bestrafen. Dessen ungeachtet bahnen sich neue Massendemonstrationen an.
Mit Härte im Inland und Drohungen gegen das Ausland versucht das iranische Regime, die Lage nach den blutigen Protesten wieder unter Kontrolle zu bringen.
Nach den blutigen Unruhen hat das iranische Regime den Westen beschuldigt, die Proteste zu schüren. Das Außenministerium bestellte den britischen Botschafter ein, andere Gesandte sollen folgen. Zugleich wurden neue Festnahmen bekannt.
Zum Abschluss seiner Asien-Reise stellt US-Präsident Obama klar, dass seine Geduld mit Nordkorea und dem Iran zu Ende geht. Teheran solle in den nächsten Wochen eine "klare Botschaft" erhalten, nach Pjöngjang will er einen Botschafter schicken - und gegebenenfalls Wirtschaftshilfe.
Im Atomstreit mit dem Iran ist weiter keine schnelle Einigung in Sicht. Teheran blieb auch am Montag eine Antwort zum Kompromissvorschlag der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA schuldig, der eine Urananreicherung im Ausland vorsieht.
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