Bei einem Bombenanschlag auf eine Beerdigungszeremonie nahe eines Krankenhauses in Bagdad sind nach ersten Angaben mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. Rund 50 Menschen seien verletzt worden, sagte ein Arzt des Krankenhauses am Freitag. Nach Angaben des Innenministeriums sprengte sich ein Selbstmordattentäter in einem Auto in die Luft. Der Sprengsatz sei in einem überwiegend von Schiiten bewohnten Viertel der irakischen Hauptstadt explodiert, teilten Polizisten und Mediziner am Freitag mit.
Der Krankenhausarzt sagte, es hätten sich rund 150 Menschen zur Beisetzung von drei am Vortag Getöteten versammelt, als der Sprengsatz detonierte.
In den vergangenen Wochen sind mehrfach Anschläge gegen irakische Schiiten verübt worden. Die Regierung macht sunnitische Extremisten für die Taten verantwortlich und wirft ihnen vor, Gewalt zwischen den Religionsgruppen schüren zu wollen