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10. Juli 2008, 20:34 Uhr

Iran fälscht Fotos von Raketentest

Auf dem Bild sind vier startende Raketen zu sehen, allerdings hatten nur drei gezündet: Der Iran hat mit einem gefälschten Foto offenbar versucht, einen misslungenen Raketentest zu vertuschen.

Original und Fälschung: Das untere Foto von Sepah News wurde offenbar digital bearbeitet© AFP

Das Foto war am Donnerstag auf den Titelseiten mehrere großer US-Tageszeitungen zu sehen: Vier vom Iran gezündete Raketen bei einem umstrittenen Militärmanöver am Persischen Golf. Das Bild stammt vom iranischen Nachrichtenportal Sepah News und ist offenbar eine plumpe Fälschung.

Ein Londoner Verteidigungsexperte hat dem Iran jetzt vorgeworfen, das Foto manipuliert zu haben. Auf einer von den Revolutionsgarden ins Internet gestellten Aufnahme sei eine der vier Raketen nachträglich reinkopiert worden, sagte Mark Fitzpatrick vom renommierten Internationalen Institut für Strategische Studien (IISS) am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.

Der Schwindel flog auf, als ein fast identisches Foto über die Agentur AP verbreitet wurde, bei dem allerdings nur drei gezündete Raketen zu sehen sind. Die Revolutionsgarden hätten die Fehlzündung einer Rakete vertuschen wollen, erklärt Fitzpatrick die Manipulation des Bildes. Auf dem Foto von AP ist deutlich zu sehen, dass eine der Raketen in der Abschussrampe steht, obwohl die anderen gezündet haben.

Experte: Reichweiten der Raketen übertrieben

Fitzpatrick wirft dem Iran außerdem vor, die Angaben zu den Reichweiten übertrieben zu haben, um das Leistungsvermögen der Raketen in ein möglichst gutes Licht zu stellen. Die Versicherungen des Iran, wonach eine ebenfalls getestete Langstreckenrakete des Typs Schahab 3 mit einer Tonne Sprengstoff 2000 Kilometer weit fliegen kann, stellte der Militärexperte in Zweifel. Dies sei wenig wahrscheinlich, sagte der ehemalige Mitarbeiter des US-Außenministeriums.

Die Reichweite der Rakete liege normalerweise bei 1300 Kilometern, nur mit einem wesentlich leichteren Sprengkopf könnte sie möglicherweise 2000 Kilometer weit fliegen - und damit Israel erreichen. "Es ist typisch für den Iran, beim Leistungsvermögen seiner Raketen und seines Atomprogramms zu übertreiben", sagte Fitzpatrick.

Mai/AFP
 
 
KOMMENTARE (10 von 29)
 
rajabi (13.07.2008, 18:01 Uhr)
ein Beweis....?? Bitte sehr...
http://www.presstv.ir/detail.aspx?id=63345&sectionid=351020101
das ist die offiziele iranische Nachrichten-Dienste in English.
auf dem Fotto sind nur 3-Raketen zu sehen und nicht 4....
rajabi (13.07.2008, 17:48 Uhr)
die westliche Medien lügen ihre Leser
...etwas vor, dann tun sie so, als ob die andere waren.
Das ist ein generelles Problem, dass die Journalisten nur nach dem Mund reden.
Dieses Problem gibt es zwar überall und ist nicht bestimmten Länder vorbehalten....
Nur im Westen behaupten Journalisten so freie Presse zu haben und pochen auf die Meinungsfreiheit, und dabei sind deren Nachrichten am verlogensten...
rajabi (13.07.2008, 17:45 Uhr)
so ein Blödsinn, dass sind die westliche...
Medien, die die Bilder gefälsct haben und nicht Iranischen... Zumindest nicht die offizielle iranische Medien.
Wenn AFP, oder andere so gerne Bilder mit 4 Raketen öffentlichkeit vorstellen, damit sie es wiederrufen können, ist eine sache.
bei bei IRNA oder Fars News-Agency oder Presstv.ir waren nur Bilder mit 3-Raketen.
ecomoc4u (11.07.2008, 13:52 Uhr)
wenn wir schon über fälschungen sprechen
dann bitte auch sämtliche coverups der usa benennen. operation northwoods, bay of tonkin, iran contra affair, usw...
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abgesehen davon, so tief wie das busch regime 9/11 als wahrheit erklärt hat, kann der iran garnicht fallen.
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wer 9/11 verstehen will muss entweder den film anschauen:
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www.zeitgeistmovie.com
.
oder
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EMPIRE OF THE CITY - Ring of Power
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erst dann wird die dimension der propaganda des bush regimes erkennbar.
seelenflieger (11.07.2008, 12:15 Uhr)
Falsche Debatte
In meinen Augen geht es bei dieser Geschichte nicht um den Iran und dessen mangelnde Ausstattung mit aktuellen Grafikbearbeitungsprogrammen, sondern darum, dass die gesamte renomierte westliche Medienlandschaft schon wieder einer Falschmeldung auf dem Leim gegangen ist, die man leicht hätte verhindern können und die durchaus auch weitreichende Folgen hätte haben können (vgl. Irak). Was ist eigentlich aus der guten alten journalistischen Recherche geworden? Welche Qualifikation bedarf es heute eigentlich noch, um Journalist werden zu können (außer natürlich acht Jahre im Keller eingesperrt gewesen zu sein)?
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Falls die ganze Aktion vom Iran so geplant war (stümperhafte Bildfälschung, um die westlichen Medien zu prüskieren und dadurch Irankritiker den Wind aus den Segeln zu nehmen und zwar in zweierlei Hinsicht [1. "Iran kann sich nicht einmal richtige Grafikprogramme leisten" 2. "Alles was wir vom Iran mitbekommen ist gefälscht"], dann respekt. Mit einfachen Mitteln einen nicht unerheblichen Schaden angerichtet. Erinnert mich an den Irakkrieg, wo Amerikaner mit ihren 100.000$-Raketen ja z.T. auch auf irakische Panzerattrappen geschossen haben sollen. Eines muss man den Arabern da unten lassen - dumm sind sie nicht. *g*
sachsenwini (11.07.2008, 11:13 Uhr)
Es gibt fast nichts, was die USA nicht gefälscht oder nachgearbeitet hätten.

Von den Dokumenten, die die Massenvernichtungswaffen im Irak bestätigen, über die inszenierten Babymorde bis zur vor gefilmten Gefangenenbefreiung der Jessica Lynch aus dem Krankenhaus.
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Aber ein nachgearbeitetes Pressefoto aus dem Iran ist natürlich ein Grund, diesen Staat anzugreifen und die bösen hinterlistigen Bilderfälscher endlich für ihr grausames Bilderfälscherhandwerk zu bestrafen.
TheWurst (11.07.2008, 10:57 Uhr)
@ Dudu
Keine Ahnung was Du da siehst, auf beiden Bildern sind sämtliche Schatten links. Vielleicht solltest Du mal Deinen Monitor saubermachen ;)
Carolarco (11.07.2008, 10:48 Uhr)
Stuemper
Und wenn die Iraner schon bei einer einfachen Fotomontage so stuemperhaft arbeiten - wie sieht es dann bei dem Betrieb ihrer "friedlichen" Atomenergie aus ..?
whismerh2 (11.07.2008, 10:27 Uhr)
wo ??
sind eigentlich die blöden Raketen runtergefallen.
oder auch hingefallen ?
Winnedouble (11.07.2008, 10:21 Uhr)
Eindeutig
Wer mal die Staubwolken am Boden der dritten und vietten (von links) Rakete genauer in Augenschein nimmt, wird unschwer erkennen, daß der jeweils linke und rechte Teil ebendieser Staubwolken identisch ist. Rakete 2 und 3 sind im Teil der eigentlichen Rakete und des Feuerstrahls sowie zum Teil in der Abgasfahne identisch. Deutlicher ist eine Fälschung kaum zu machen.
Wenn der Iran es nötig hat, so etwas zu fälschen, liegt dort etwas im Argen, zum Beispiel die Zuverlässigkeit...
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