Bombenanschläge im Irak: Bei Attentaten in Bagdad sind mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 60 Menschen wurden verletzt.

In Kirkuk detonierte eine Autombombe in der Nähe einer Polizeiwache© DPA
Bei einer Anschlagsserie sind im Irak mindestens 30 Menschen getötet worden. Durch Autobomben und andere Sprengsätze seien in der Hauptstadt Bagdad und in deren Umgebung am Vormittag elf Menschen ums Leben gekommen, teilte das Innenministerium mit. Nach Angaben von Polizei und Rettungkräfte starben neun weitere bei Anschlägen in der Region von Kirkuk im Norden des Landes. Drei Menschen seien in Samarra nördlich der Hauptstadt getötet worden.
Gesundheitsminister Madschid Amin überlebte einen Attentatsversuch. Die irakische Nachrichtenagentur Sumeria News meldete, fünf seiner Leibwächter seien verletzt worden, als in der Hauptstadt Bagdad eine Autobombe neben ihnen explodierte.
In Kirkuk detonierte in der Nähe einer Polizeiwache eine Autobombe, durch die nach Angaben der Polizei vier Polizisten ums Leben kamen. In der westlichen Stadt Ramadi starben laut Polizei acht Zivilisten und Polizisten, als an zwei verschiedenen Orten kurz hintereinander zwei Autobomben detonierten. Nördlich der Stadt Bakuba sprengte sich laut Berichten lokaler Medien ein Selbstmordattentäter vor dem Haus eines Offiziers der Nationalen Sicherheitskräfte in die Luft. Er riss einen Zivilisten mit in den Tod.
Der Irak erlebt nach dem Abzug der letzten US-Truppen aus dem Land im vergangenen Dezember eine schwere politische Krise, die unter anderem von Differenzen zwischen Schiiten und Sunniten geprägt ist.