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Der iranische Präsidentschaftskandidat Mir-Hussein Mussawi will das Wahlergebnis nicht anerkennen und spricht von Wahlbetrug. Auch westliche Beobachter zweifeln am Erdrutschsieg von Mahmud Ahmadinedschad. Israel forderte die internationale Gemeinschaft auf, den "iranischen Terror" zu stoppen.
Die erste Welle der Proteste im Iran läuft aus. Das Regime der Ayatollahs hat den Aufstand der Straße brutal erstickt. War's das? Wohl kaum, denn durch Gesellschaft und Eliten geht ein tiefer Riss. Ob nun Diktatur oder Demokratie kommt, hängt davon ab, wer sich an der Spitze durchsetzen kann.
Die Lage im Iran bleibt explosiv. Oppositionsführer Mir-Hussein Mussawi hat für heute erneut zu Protesten aufgerufen. Bei einem Tag der nationalen Trauer sollen Hunderttausende der Toten und Verletzten der vergangenen Tage gedenken. In einem offenen Brief verlangte er außerdem die Freilassung aller inhaftierten Demonstranten.
Die Wahl im Iran kennt nur Gewinner - jedenfalls wenn man den Aussagen der beiden aussichtsreichsten Kandidaten Glauben schenkt. Am Abend sah die staatliche Nachrichtenagentur Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad bereits als Sieger. Aber auch Herausforderer Mir-Hussein Mussawi reklamierte den Sieg für sich.
Todesdrohungen als letztes Mittel der Abschreckung: Das iranische Regime hat Teilnehmern an künftigen Demonstrationen mit der Todesstrafe gedroht. Ab sofort gelten alle die sich an Krawallen beteiligen als "Feinde Gottes" und damit als todeswürdig.
Die Welt fürchtet sich vor einer iranischen Atombombe. Der Mann, der das umstrittene Nuklearprogramm des Landes in den vergangenen Jahren vorangetrieben hat, ist nun von seinem Amt als Leiter der Atombehörde zurückgetreten. Gholamresa Aghasadeh gilt als Vertrauter des Oppositionsführers Mir-Hussein Mussawi.
Die Regimekritiker im Iran geben nicht auf: Oppositionsführer Mir-Hussein Mussawi hat bekräftigt, dass er die Wahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschat nach wie vor für unrechtmäßig hält. Mussawi rief seine Anhänger zu weiteren Protesten auf. Auch der unterlegene Präsidentschaftskandidat Mehdi Karubi will nicht klein bei geben.
Zwei Wochen lang sind viele Menschen im Iran auf die Straße gegangen, haben gegen das Ergebnis der Präsidentschaftswahl protestiert. Schätzungen zufolge wurden mehr als 1000 Demonstranten inhaftiert. Einigen wird nun der Prozess gemacht. Nun gerät auch Oppositionsführer Mir-Hussein Mussawi ins Visier der Ermittler.
Die Proteste im Land sind bereits abgeebbt, nun versucht die iranische Regierung mit aller Macht, Mir-Hussein Mussawi zur Aufgabe zu zwingen. Doch der Oppositionsführer will sich dem Druck nicht beugen. Hinter den Kulissen nimmt der Konflikt an Schärfe zu.
Das harte Vorgehen des iranischen Regimes zeigt Wirkung: Immer weniger Menschen trauen sich zu demonstrieren. Die Opposition sagt Kundgebungen ab - und hinter den Kulissen verhandelt ihr Anführer Mir-Hussein Mussawi bereits mit den Mächtigen. Die Szenen auf den Straßen Teherans haben den USA die Lust genommen, mit den Mullahs ihren Unabhängigkeitstag zu feiern.
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