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14. März 2008, 06:48 Uhr

Sarkozy muss klein beigeben

Die Europäische Union will die Zusammenarbeit mit den Staaten Nordafrikas und des Nahen Ostens aufwerten. Die EU-Staats- und Regierungschefs verständigten sich auf eine Mittelmeerunion. Nach wochenlangen Querelen hatten sich Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy auf ein Konzept verständigt.

Kanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy in Brüssel© Olivier Hoslet/EPA

Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten haben sich auf eine abgeschwächte Version der vom französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy vorgeschlagenen Mittelmeerunion geeinigt. "Diese Inititative genießt die Unterstützung des Rats", sagte der amtierende EU-Ratspräsident, Sloweniens Regierungschef Janez Jansa, nach dem ersten Tag des Frühjahrsgipfels der Gemeinschaft in Brüssel. Die nötigen Vorbereitungen würden umgehend beginnen. Der Einigung war ein monatelanges Tauziehen zwischen Frankreich und Deutschland vorausgegangen: Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte vor einer Spaltung der EU gewarnt, falls Sarkozys ursprünglicher Plan einer eigenständigen Institution verwirklicht worden wäre, an der EU-Länder ohne Mittelmeerküste nicht beteiligt gewesen wären.

Start soll im Juli sein

Stattdessen schlugen beide nun ein gemeinsames Konzept für eine intensivere Zusammenarbeit der Europäischen Union mit den Mittelmeer-Nachbarn in Nordafrika und Nahost vor, an dem alle EU-Staaten gleichberechtigt teilnehmen sollen. Faktisch handelt es sich dabei im Wesentlichen um einen neuen Rahmen für die 1995 aus der Taufe gehobene Euro-Mediterrane Partnerschaft der EU, den sogenannten "Barcelona-Prozess". Kern des nun beschlossenen Kompromisses sind regelmäßige Gipfeltreffen der EU mit den Mittelmeer-Anrainern sowie die Schaffung eines kleinen Sekretariats. Offiziell gestartet werden soll die Mittelmeer-Union am 13. Juli in Paris.

Sarkozy räumte ein, dass die Verhandlungen über die Initiative schwierig gewesen seien. Sein Verhältnis zu Merkel sei dadurch aber nicht belastet worden, betonte er. Die gegenseitigen Beziehungen blieben "hervorragend".

AP/DPA
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
Albert_Wittine (14.03.2008, 10:27 Uhr)
Wir haben keine Mittel mehr, was wollen wir am Mittelmeer?
Das gilt insbesondere fuer die Grande Nation. Das NS-Regime wird uns noch teuer zu stehen kommen...
gmathol (14.03.2008, 10:25 Uhr)
Mittelmeerunion = Israel.
...aufwachen Leute! Wollt ihr demnaechst die Kriegskosten die noch die Amis tragen, allerdings wegen eines schwaechelnden Dollars bald nicht mehr koennen, uebernehmen?
Wir brauchen keine "demokratischen israelischen" Zustaende in Europa, denn warum haetten wir dann die Nazis ueberhaupt bekaempfen sollen?
Countryjoe (14.03.2008, 09:17 Uhr)
Eurabien
Na wunderbar! Dann ist die beschleunigte Islamisierung Westeuropas ja beschlossene Sache. Da können wir uns ja schon bald auf den ungehinderten Massenzustrom Kulturfremder in unsere Sozialsysteme gefasst machen.
Dann weiß man wenigstens wofür man arbeitet.
Man beachte auch den Basisdemokratischen Rahmen in dem solche Entscheidungen getroffen werden!
Asteriskina (14.03.2008, 08:25 Uhr)
auffallend
Es ist sehr auffallend, dass in Bezug auf die Auslandsberichtersttung immer wieder damit getitelt wird, dass andere Staatsoberhäupter gegenüber Angela Merkel "klein beigegeben" haben. Das hört sich zwar ritichg toll an, ist purer Unsinn und falsche Berichterstattung.
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