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Westen bangt vor Gewalt nach Freitagsgebeten

Vor den Freitagsgebeten in der islamischen Welt erwartet der Westen mit Anspannung, ob die bitterbösen Mohammed-Karikaturen des Pariser Satire-Magazins "Charlie Hebdo" neue Unruhen auslösen.

  Die französische Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" nahm in der Vergangenheit immer wieder Islamisten aufs Korn - und provozierte damit auch gewalttätige Reaktionen

Die französische Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" nahm in der Vergangenheit immer wieder Islamisten aufs Korn - und provozierte damit auch gewalttätige Reaktionen

Vor den Freitagsgebeten in der islamischen Welt erwartet der Westen mit Anspannung, ob die bitterbösen Mohammed-Karikaturen eines Pariser Satire-Magazins neue Unruhen entfachen. In Nordafrika wurden zahlreiche französische Institute und Schulen vorsorglich geschlossen. Die USA machten ihre Vertretungen im muslimischen Indonesien dicht.

In Afghanistan kam es am Donnerstag zu ersten Protesten, die sich nicht mehr nur gegen das islamfeindliche Video aus den USA, sondern auch gegen die Karikaturen richten. Allen Befürchtungen zum Trotz will das Magazin "Charlie Hebdo" am Freitag mit einer zweiten Auflage an die Kioske.

In vielen islamischen Ländern rund um den Globus kocht seit mehr als einer Woche Wut über das Mohammed-Schmähvideo hoch. Etliche Menschen starben bei Krawallen, unter ihnen der US-Botschafter in Libyen. Davon unbeeindruckt provozierte "Charlie Hebdo" mit seitenweise Karikaturen, die mindestens an die Grenze der Geschmacklosigkeit gehen. Einige Zeichnungen zeigen den Propheten nackt in unsittlichen Posen oder unterstellen ihm abartige sexuelle Praktiken.

Zeichnungen zeigen den Propheten nackt

Strenggläubige Muslime empfinden bereits Filme oder Karikaturen als anstößig, die den Propheten Mohammed als Person zeigen. Mohammed-Karikaturen hatten daher schon mehrfach Unruhen in der islamischen Welt ausgelöst. Anfang 2006 kamen dabei mehr als 150 Menschen ums Leben.

Auch zahlreiche deutsche Botschaften in der islamischen Welt bleiben am Freitag komplett geschlossen. Darüber hinaus wird nach Angaben von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) zusätzlicher Schutz für andere deutsche Einrichtungen geprüft.

Zu den französischen Einrichtungen, die am Donnerstag geschlossen blieben, gehörte das Französische Gymnasium in Kairo. Auf Geheiß der französischen Botschaft soll auch in den französischen Schulen in Tunesien bis zum kommenden Montag kein Unterricht stattfinden. Das Pariser Außenministerium hatte unmittelbar nach Veröffentlichung der Karikaturen angekündigt, vorsorglich Botschaften, Konsulate und Schulen in rund 20 Ländern zu schließen.

Botschaften, Konsulate und Schulen blieben geschlossen

Der Internetauftritt von "Charlie Hebdo" ist nach einem Hackerangriff inzwischen wieder online. Damit waren einige der provokanten Mohammed-Karikaturen am Donnerstag auch wieder weltweit über das Netz zu sehen.

Die USA bewerteten die Karikaturen als beleidigend, traten aber auch für die Meinungsfreiheit ein. "Wir stellen nicht das Recht infrage, so etwas zu publizieren; wir stellen nur die Weisheit hinter der Entscheidung infrage", sagte Regierungssprecher Jay Carney in Washington. Der Grünen-Europaabgeordnete Daniel Cohn-Bendit nannte die Veröffentlichung in einem TV-Interview "idiotisch": "Wenn man auf einem Pulverfass sitzt, hat man die Möglichkeit, 30 Sekunden nachzudenken, bevor man ein Streichholz anzündet."

Auch das Mohammed-Schmähvideo aus den USA, das in Ausschnitten auf der Internetplattform YouTube zu sehen ist, sorgt weiter für Aufregung. Die Darstellerin Cindy Lee Garcia hat nun den mutmaßlichen Produzenten des Streifens verklagt. Wie die "Los Angeles Times" berichtete, habe sie Todesdrohungen erhalten. Sie fühle sich hinters Licht geführt, weil sie in dem Glauben mitgespielt habe, einen historischen Abenteuerfilm zu drehen.

Bereits am Mittwoch war bekannt geworden, dass israelische Moslems - darunter der palästinensische Parlamentarier Taleb a-Sana - gerichtlich erzwingen wollen, dass der YouTube-Mutterkonzern Google das Video in Israel blockiert.

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sprach sich dafür aus, ein Vorführverbot für den Film in Deutschland zu prüfen. Die rechtspopulistische Splitterpartei "Pro Deutschland" hatte angekündigt, das Hetzvideo in Berlin in voller Länge zu zeigen. Strengere Gesetze gegen Gotteslästerung hält die FDP-Politikerin aber nicht für notwendig. Diese Linie hatte am Mittwoch auch der Regierungssprecher vertreten.

val/DPA/DPA

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