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Israel gerät immer stärker unter Verdacht

Steckt Israels Geheimdienst Mossad hinter dem Mord an Hamas-Führer al-Mabhuh im Januar? Die Polizei von Dubai ist davon überzeugt. Und auch Berlin, London und Paris machen Druck auf Jerusalem. Interpol veröffentlichte derweil einen Haftbefehl für die elf Verdächtigen.

Die Affäre um den Mord an einem Führer der radikalislamischen Hamas in Dubai zieht immer weitere Kreise. Dabei gerät Israel zunehmend unter Druck. Der Polizeichef in Dubai beschuldigte erstmals direkt den israelischen Geheimdienst Mossad der Tat. "Unsere Untersuchungen haben zutage gebracht, dass der Mossad in die Ermordung verwickelt ist", sagte er der Zeitung "The National" in den Vereinigten Arabischen Emiraten. "Wir sind zu 99, wenn nicht gar zu 100 Prozent sicher."

Großbritannien und Irland bestellten die israelischen Botschafter ein, weil die mutmaßlichen Täter gefälschte britische und irische Pässe benutzt hatten. Der britische Außenminister David Miliband forderte Israel zur Zusammenarbeit in diesem "empörenden" Fall auf. Er "hoffe und erwarte" von der Regierung, bei den Ermittlungen zu kooperieren. Miliband betonte jedoch: "Es ist sehr, sehr wichtig, dass wir keine Anschuldigungen erheben, bevor wir wissen, dass sie gut begründet sind."

Auswärtiges Amt verlangt Unterstützung von Israel

Berlin, Wien und Paris verlangten ebenfalls Aufklärung. Der Nahost-Beauftragte des Auswärtigen Amtes, Andreas Michaelis, traf in Berlin mit dem Gesandten der israelischen Botschaft zusammen. Er verlangte von dem Gesandten, alle Informationen zu übermitteln, die bei der Aufklärung der Todesumstände helfen könnten. Außenminister Guido Westerwelle versicherte: "Deutschland wird alles tun, was nötig ist, um zur Aufklärung des Falles beizutragen." Anders als Großbritannien und Irland verzichtete die Bundesregierung jedoch auf die Einbestellung des israelischen Botschafters.

Der ranghohe Funktionär der Palästinenserorganisation Hamas, Mahmud al-Mabhuh, war im Januar in einem Luxus-Hotel in Dubai umgebracht worden. Die Polizei der Vereinigten Arabischen Emirate ermittelt gegen elf Verdächtige, die mit gefälschten europäischen Pässen - sechs britische, drei irische, ein deutscher und ein französischer - nach Dubai gereist sein sollen. Die Zeitung "Jerusalem Post" schrieb, Mabhuh sei mit dem Schmuggel von Raketen mit größerer Reichweite in den Gazastreifen beschäftigt gewesen. Damit wären rund drei Millionen Einwohner im Großraum Tel Aviv sowie im Süden bedroht. Bislang konnte die Hamas die Außenbezirke von Tel Aviv noch nicht erreichen.

Interpol veröffentlicht internationalen Haftbefehl

In die Untersuchungen schaltete sich unterdessen auch Interpol ein und stellte eine "Red Notice" aus. Dabei handelt es sich nicht um einen internationalen Haftbefehl. Interpol hilft damit nach eigenen Angaben lediglich der Polizei der Vereinigten Arabischen Emirate, die von ihr per Haftbefehl gesuchten Personen zu identifizieren und aufzuspüren. "Es wird immer deutlicher, dass diejenigen, die den Mord an Mahmud al-Mabhuh geplant haben, gefälschte europäische Pässe von unschuldigen Bürgern benutzt haben", betonte Behördenchef Ronald Noble. Er rief dazu auf, sich bei der Suche nach den Verdächtigen vor allem auf die von Interpol veröffentlichten Fotos zu stützen.

Der Chef des Hamas-Politbüros kündigte in der syrischen Hauptstadt Damaskus an, die Vergeltung für den Tod Mabhuhs rücke näher. Die israelische Regierung äußerte sich am Donnerstag nicht zu dem Fall. Außenminister Avigdor Lieberman hatte jedoch am Vortag die Anschuldigungen zurückgewiesen.

Täter benutzten offenbar Handys aus Österreich

Ein Sprecher des österreichischen Innenministeriums bestätigte Ermittlungen der Behörden, da die Täter Mobiltelefone aus dem Alpenland benutzt haben sollen. Man stehe in Kontakt mit den offiziellen Stellen in Dubai. Bisher gebe es aber noch keine Ergebnisse. Die österreichischen Behörden ermittelten bereits bei den Anschlägen 2008 im indischen Mumbai auf ähnliche Weise: Damals benutzten die Täter auch österreichische Handys. Später kam heraus, dass eine Charge SIM-Karten aus dem Alpenland an einen Verkäufer in einem dritten Land gingen, der sie dann weiter vermarktete. "Das könnte auch in diesem Fall so gewesen sein", sagte der Sprecher.

DPA/DPA

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