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5. Juli 2005, 18:39 Uhr

Terrordrohung vor Olympia-Entscheid

Am Mittwoch gibt das IOC den Austragungsort der Olympischen Spiele für 2012 bekannt. Für den Fall, dass die Bewerberstadt Moskau den Zuschlag bekommt, haben tschetschenische Rebellen Anschläge in der Hauptstadt angekündigt.

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Olympiawerbung auf dem Roten Platz: "Nur Allah weiß, ob Russland im Jahr 2012 überhaupt noch existiert."© Picture-Alliance

Tschetschenische Rebellen haben Anschläge in Moskau angekündigt, sollte die russische Hauptstadt zum Austragungsort der Olympischen Spiele 2012 werden. Es sei keineswegs ausgeschlossen, dass dann auch Sportler ins Visier der Kämpfer gerieten, teilten die Rebellen von Schamil Basajew auf einer Internetseite mit.

Bei einem Bombenanschlag in der südrussischen Republik Dagestan waren zuvor mindestens zwei Polizisten getötet und drei verletzt worden. Die Explosion habe das Gebäude einer Polizeiwache in der Hauptstadt Machatschkala zerstört, teilte eine Sprecherin des Innenministeriums der Republik mit. Erst am Freitag vergangener Woche kamen bei einem Anschlag in Machatschkala zehn Polizisten ums Leben.

Sicherheit von Olympioniken in Gefahr

"Keiner kann die Sicherheit der Athleten garantieren, selbst wenn wir unsere Anschläge in Moskau sehr umsichtig ausführen", hieß es in der Erklärung der Rebellen. Dass es in der Stadt erneut Bombenanschläge geben werde, stehe außer Frage. "Die Olympischen Spiele interessieren uns nicht besonders. Unser Volk hat andere Probleme", erklärte Basajew weiter. Nur Allah wisse, ob Russland im Jahr 2012 überhaupt noch existiere.

Basajew wurde in der Vergangenheit für eine Vielzahl von Anschlägen sowie das Geiseldrama von Beslan verantwortlich gemacht, bei dem im September mindestens 300 Menschen ums Leben gekommen waren. Auf den meistgesuchten Mann Russlands ist ein Kopfgeld von zehn Millionen Dollar ausgesetzt.

Die Entscheidung über den Ort der Olympischen Sommerspiele in sieben Jahren wird am Mittwoch in Singapur erwartet. Als Favoriten unter den Bewerbern galten zuletzt Paris und London, während Beobachter Moskau kaum noch Chancen einräumten.

Reuters/AP
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