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29. September 2007, 10:41 Uhr

Demonstranten nicht einzuschüchtern

"Es herrscht wieder Ruhe und Ordnung" lässt das Militärregime in Myanmar über die kontrollierten Medien verbreiten. In Wahrheit gingen die Proteste auch am Samstag weiter - und wurden gewohnt brutal niedergestreckt. Am Mittag soll ein UN-Gesandter zu Verhandlungen eintreffen.

Proteste auch am Samstag: Demonstranten in Yangon© AFP

Trotz massiver Einschüchterung und Militärpräsenz sind in Myanmar auch am Samstag vereinzelt Demonstranten auf die Straßen von Rangun gezogen. Die Menschen versammelten sich in kleinen Gruppen und warfen den Polizisten in Sprechchören Machtmissbrauch vor, wie Augenzeugen berichteten. Kurz darauf stürzten die Einsatzkräfte mit Schlagstöcken auf die Demonstranten los, die sich in verschiedene Seitenstraßen flüchteten.

Für kurze Zeit war am Samstagvormittag das Internet wieder frei nutzbar. Bürger und Aktivisten konnten am Freitag keine Bilder und Berichte über die Proteste aus Myanmar ins Ausland senden. Nach ein paar Stunden freien Zugangs brachen die Internetverbindungen am Samstagmittag wieder zusammen.

Proteste für gescheitert erklärt

Zuvor hatte die Militär-Junta die friedlichen Massenproteste gegen ihr Regime für gescheitert erklärt. "Es herrschen wieder Ruhe und Ordnung", hieß es in staatlich kontrollierten Zeitungen vom Samstag. Die Sicherheitskräfte hätten auf die Demonstrationen "mit Umsicht" reagiert und "so wenig Gewalt wie möglich" angewendet. Nach offiziellen Angaben starben bei den von Mönchen angeführten Protesten in den vergangenen Tagen neun Demonstranten; die tatsächliche Opferzahl ist unklar. Hunderte Mönche sowie andere Bürger wurden inhaftiert.

Der UN-Gesandte Ibrahim Gambari sollte noch am Samstag in Myanmar eintreffen, wo er die Militärmachthaber zu einer friedlichen Lösung des Konflikts bewegen wollte. Der Vermittler sollte gegen 15.20 Uhr Ortszeit (10.50 Uhr MESZ) in Rangun landen, um dann direkt in die neue Hauptstadt Naypyidaw weiterzufliegen. Es blieb zunächst offen, ob Gambari auch den Junta-Anführer General Than Shwe treffen würde.

Reuters
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
mojo.man (30.09.2007, 13:13 Uhr)
Oh Freude
Ist doch toll, die Machthaber des Landes haben es (vermeindlich) geschafft friedliche Demonstrante zum schweigen zu bringen. Dazu mussten sie auch nur ein paar Menschen töten, ein paar mehr inhaftieren und noch ein paar mehr Menschen verprüglen lassen und schon herrscht wieder Friede, Freude, Eierkucken.
Super, da kann man sich echt freuen! (für die friedliebenden, volksnahen Machthaber natürlich)
Und wieder hat es sich gezeigt, dass es Menschen gibt die es legitiem finden wenn Machtansprüche mit Gewalt durchgesetzt werden. Da sollten sich viele andere Politiker dieser Welt mal ein Beispiel dran nehmen! Wenn das eigene Volk seinen Willen äußert, einfach das Volk zusammentreten und alle sind wieder glücklich. Wen interessieren schon Menschenrechte oder Meinungsfreiheit?
Das Volk von Birma kann jetzt endlich wieder das tun, für dass es bestimmt ist! Es hat jetzt wieder die Zeit seinen volksnahen Machthabern Paläste zu bauen! Die natürlich schön weit weg sein sollten vom gemeinem Pöbel, mit dem will man als Volksvertreter natürlich nichts zu tun haben! Warum auch?
Und wenn die böse Weltöffentlichkeit mit den legitiemen Schlägen fürs Volk nicht einverstanden ist, einfach das Land abschotten! (Das sollte sich auch alle potentiellen Diktatoren merken!)
Ist aber auch eine Frechheit, dass sich andere Staaten erdreisten die universale Lösungsstrategie für jegliche Problme (Gewalt & Mord) in Frage zu stellen!
Ich hoffe, dass dieses Thema nicht plötzlich, da es keine Sensationsbilder mehr gibt, aus den westlichen Medien verschwindet!
Und ich hoffe, dass Menschen wie albundy69 einmal in die gleiche Situation wie die Menschen Birma kommen. Und das solche Menschen dann, die gleiche, volksnahe und gerecht Art und Weise machtgeiler Diktatoren zu spüren bekommen, wie die Menschen in Birma jetzt. Denn spätestens dann werden diese Menschen darum beten, dass die Welt nicht wegschaut und das es noch Menschen gibt die kritisch sind und Gewalt als politisches Mittel verurteilen.
Kernbeisser (29.09.2007, 20:03 Uhr)
@albundy
wenn interessiert denn deine meinung? niemanden!!!
albundy69 (29.09.2007, 18:01 Uhr)
NA ALSO ...............................
es herrschen wieder RUHE und ORDNUNG
so WENIG GEWALT WIE MÖGLICH --------
DANK AN ALLE VERANTWORTLICHEN UR DIE LOSUNG DES PROBLEMS. sorry für alle Unkenrufer, das volk myanmars kann wieder in ruhe seiner aufgabe im kreise friedliebender völker nachgehen !
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