. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
28. September 2007, 07:07 Uhr

Internationaler Druck auf Militärjunta wächst

Nach den blutigen Eskalation der friedlichen Mönchs-Proteste in Myanmar haben die USA Sanktionen gegen 14 Mitglieder der herrschenden Militärjunta verhängt: Sie froren ihre Konten ein. Auch Chinas Ton wird schärfer, die Generäle drohten dennoch mit "extremen Aktionen".

Die internationalen Proteste gegen die Militärjunta nehmen zu: Hier wird vor der Botschaft von Myanmar in Kuala Lumpur protestiert© Lai Seng Sin/AP

US-Präsident George W. Bush hat am Donnerstag mit Chinas Außenminister Yang Jiechi über die Lage in Myanmar beraten. Dabei soll Bush China gebeten haben, seinen Einfluss in der Region zu Nutzen und beim Übergang Myanmars zur Demokratie zu helfen, sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Gordon Johndroe. Zugleich habe Bush China für die Bemühungen gedankt, einen Besuch des UN-Sondergesandten in Myanmar zu ermöglichen. Die Regierung Myanmars hatte sich zuvor bereit erklärt, den UN-Gesandten Ibrahim Gambari zu empfangen. China gilt als einer der wenigen Verbündeten von Myanmars Militärregierung in Südostasien.

Deren Soldaten waren am Donnerstag erneut mit Gewalt gegen Demonstranten der Demokratiebewegung vorgegangen. Dabei wurden dem Staatsfernsehen zufolge mindestens neun Menschen erschossen, darunter ein japanischer Fotograf.

Am Samstag beginnt der UN-Sonderbeauftragte Ibrahim Gambari seinen Besuch in Myanmar und wird versuchen, die Lage zu entschärfen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief in einer Erklärung vom Donnerstag (Ortszeit) in New York die herrschende Militärjunta zu einem "konstruktiven Dialog" mit Gambari auf. Die Machthaber sollten den Weg zu einer "friedlichen" und "nationalen Aussöhnung" beschreiten. Das Weiße Haus verlangt unterdessen von der Militärjunta, Gambari müsse alle Konfliktparteien treffen können. Dazu zählten auch die religiösen Führer der Buddhisten, Verhaftete und die seit Jahren unter Hausarrest stehende Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi.

Konten von Generälen eingefroren

Die US-Regierung verhängte Sanktionen gegen 14 Mitglieder der herrschenden Militärjunta. Damit sind Vermögenswerte der teilweise namentlich genannten, hochrangigen Regierungsvertreter in den USA eingefroren, teilte das US-Finanzministerium mit. US-Bürgern ist es verboten, mit den Betroffenen geschäftliche Beziehung zu unterhalten. Unter ihnen ist der Vorsitzende des "Staatsrats für Frieden und Entwicklung", wie sich die Junta selbst nennt, General Than Shwe, und Vizechef General Maung Aye.

Zuvor hatte Bush erneut zur Unterstützung der Bevölkerung Myanmars aufgerufen. "Wir bewundern die Mönche und friedlichen Demonstranten, die nach Demokratie rufen, und wir fühlen mit ihnen." Jede zivilisierte Nation habe eine Verpflichtung, sich für Menschen einzusetzen, die unter einem brutalen Militärregime litten, sagte Bush. Auch Japan rief die Militärjunta zu Gewaltverzicht auf. "Wir erwarten, dass die Situation durch Dialog gelöst wird", sagte Regierungssprecher Nobutaka Machimura in Tokio.

Warnende Worte aus China

China, an dessen Widerstand tags zuvor eine Verurteilung des Blutvergießens im Sicherheitsrat gescheitert war, warnte das befreundete Militärregime in Myanmar am Donnerstag vor einer weiteren Zuspitzung. Es müsse vermieden werden, "dass die Situation eskaliert und komplizierter wird", sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Jiang Yu, in Peking.

  zurück
1 2
 
 
KOMMENTARE (10 von 17)
 
tripex (01.10.2007, 05:22 Uhr)
@Evely
Danke fuer Deine Blogs. Geben Einblicke in das Land, wovon es nicht allzu viel Informationen gibt.
Evely (30.09.2007, 08:41 Uhr)
Stimmung in Birma
Auf meiner Reise nach Birma im Sommer 2006 wurden wir freundlich aufgenommen. Dennoch war es immer wieder spürbar und erlebbar, dass das Land unter einer starken Be- und Unterdrückung steht. Ich habe darüber in einem längeren Artikel berichtet. Nachzulesen in meinem Blog http://evis-salon.blogspot.com
unter dem Label "Reisen".
Kernbeisser (29.09.2007, 20:18 Uhr)
@albundy
unglaublich was du für einen schwachsinn labberst. ich glaube an die haben außerirdische ganz verrückte experimente veranstaltet. kein vernüftig denkender mensch würde sonst so eine gequirlte schxxx reden.
tripex (29.09.2007, 05:12 Uhr)
Da bleibt einem ja echt die Spucke weg
Also ich glaube, demnaechst werde ich "made in China"-Ware nicht nur boykottieren sondern intensiv testen. Ooops, schon kaputt? Haben Sie noch eins zum Testen?
albundy69 (29.09.2007, 01:47 Uhr)
keine einmischung von aussen
das stolze volk von myanmar braucht keine armselige einmischung von europäischen gutmenschen. die ordnungskräfte von myanmar werden zusammen mit gutwilligen menschen dafür sorgen, dass die pariser verbrecher in ihre schranken verwiesen werden und die zukunft des reiches von myanmar heller scheinen wird, als es manchem europäer gefällt !
tripex (28.09.2007, 12:36 Uhr)
Witschaftsmacht Verbraucher
Weder Bush noch China oder die UN wird sinnvoll in diesen Konflikt eingreifen. Es bliebt alles nur Gerede. Eingefrorene Konten? Wen interessierts? Warnende Worte Chinas? Dass ich nicht lache. Von heute an, schaeme ich mich, den DAEWOO Forklift auf Arbeit zu benutzen. Nur wir Verbraucher koennen die sogenannten Wirtschaftsfanatiker zum Umdenken zwingen. Was fehlt ist eine umfangreiche Aufklaerungsseite im Internet, die mit Fakten uns Verbraucher beraet. Wer investiert mit welchen Summen in dieses Land? Wer profitiert am meisten von Geschaeften mit dieser Junta?
Und ja, wer China des GeizIstGeil-Willens unterstuetzt, unterstuetzt auch Menschenrechtsverletzungen in China UND Umgebung wie z.B. in Burma.
Allerdings ist made in USA eine Alternative wie CDU zu SPD oder Clinton zu Bush.
www.kurier.at/nachrichten/ausland/111222.php?from/nachrichten/ausland/111049
mramorak (28.09.2007, 10:54 Uhr)
Wunschdenken-Artikel
Wenn man ihren Beitrag nach dem, was geschehen ist in Burma, kann man zu keinem anderen Schuß kommen, als dass sie mal wieder Ihrem Wunschdenken unterliegen sind. So wie die meisten westlichen Politiker. Die UN stinkt.
Beppo1959 (28.09.2007, 10:42 Uhr)
An alle Wirtschaftskritiker
Auch Ihr seid ein Teil der Wirtschaft, und ihr handelt nach den gleichen Prinzipien. Schaut doch einmal in das Eitkett eures T-shirts, oder MP3-Player, oder ... ziemlich sicher, dass es aus China oder Taiwan o.ä. kommt. Ihr habt's gekauft, weil es billiger war. Geiz ist geil?? Woher kommt denn das ganze Zeug?! Hört auf zu heucheln!
derallwissende (28.09.2007, 09:39 Uhr)
@Michelmann
Die Erdöl- und Erdgasvorkommen dort sind nicht unerheblich oder warum isst China sonst so an einer gute Beziehung Myanmar interessiert.
INUIT (28.09.2007, 09:36 Uhr)
Wirtschaft ist Wirtschaft
Da werden, wegen 2to Restöl in einer Bohrinsel der Firma Shell, die Tankstellen wochenlang nicht mehr angefahren. Vielleicht sollte man den Tankstellen der TOTAl-FINA Elf so lange die rote Karte zeigen, bis sie merken, dass eben Wirtschaft Wirtschaft ist.
MEHR ZUM ARTIKEL
Proteste in Myanmar Tödliche Schüsse auf Mönche

Die Proteste in Myanmar haben erste Opfer gefordert. Ein Kloster meldet den Tod von mindestens zwei Mönchen. In New York wird sich die UN in einer Sondersitzung mit der Lage in dem Land beschäftigen. Die Bundesregierung bestellte den Botschafter Myanmars ein. mehr...

Tote in Myanmar Wohl kein deutsches Opfer

Die Militärjunta in Myanmar hat die erneuten Demonstrationen gewaltsam aufgelöst. Soldaten schossen mit Schnellfeuergewehren in die Menge. Dabei sollen auch zwei Ausländer ums Leben gekommen sein, darunter ein japanischer Fotograf. Das Auswärtige Amt in Berlin wollte eine Meldung über ein deutsches Todesopfer nicht bestätigen. mehr...

Elf Fakten Birma, Burma oder Myanmar?

Wie heißt das Land in Südostasien nun: Birma oder Myanmar? Wer herrscht dort? Und welche Bedeutung haben die Mönche? Und warum sind die als rücksichtslos bekannten Machthaber so zurückhaltend? stern.de beantwortet die wichtigsten Fragen zu dem völlig abgeschotteten Land. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe