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23. Mai 2008, 09:09 Uhr

Junta lässt alle Helfer ins Land

Hoffnung für die Überlebenden der Wirbelsturmkatastrophe in Myanmar: Das Militärregime öffnet seine Grenzen für ausländische Helfer, wie UN-Generalsekretär Ban Ki Moon nach einem Treffen mit Junta-Chef Than Shwe sagte. 2,5 Millionen Zyklon-Opfer benötigen dringend Hilfe.

Bestürzt über die Lage der Überlebenden: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon besucht ein Dorf im zerstörten Irrawaddy-Delta© Evan Schneider/Reuters

Nach Ban Ki Moons Worten wird die Militärregierung ab sofort ausländischen Helfern erlauben, den Überlebenden der Sturmkatastrophe zu Hilfe zu kommen. Dies habe ihm der Chef der Militärregierung, General Than Shwe, zugesagt, sagte Ban nach einem Treffen mit dem General in Myanmars neuer Hauptstadt Naypyidaw. Auf die Frage, ob dies einen Durchbruch bedeute, sagte Ban: "Ich glaube schon."

Than Shwe habe zugestimmt, Rangun zur logistischen Drehscheibe der Hilfsoperationen zu machen, erklärte Ban weiter und sprach von einer "wichtigen Entwicklung". Ob allerdings die französischen und amerikanischen Kriegsschiffe mit Hilfsgütern an Bord in Myanmar andocken dürften, ist fraglich. Ein myanmarischer Regierungsbeamter erklärte, der General sehe keinen Grund, ausländische Helfer nicht ins Land zu lassen, "solange sie wirklich echte Mitarbeiter von humanitären Organisationen sind und klar ist, was sie vor Ort tun". Bislang habe es für einen solchen Schritt allerdings "kein grünes Licht von der Staatsspitze" gegeben.

Tatsächlich hatte sich die Militärregierung bis dato geweigert, ausländische Helfer in größerer Zahl ins Land zu lassen, um den rund 2,5 Millionen Menschen zu helfen, die nach der Katastrophe dringend auf Hilfe warten.

UN für Ausweitung der Hilfe gerüstet

Die Vereinten Nationen sind nunmehr zu einer Ausweitung ihres Engagements für die Zyklon-Opfer bereit. Es seien bereits Vorräte angelegt worden, sagte UN-Sprecherin Elisabeth Byrs in Genf. Zunächst müssten aber noch praktische Details der angekündigten Öffnung des Landes für alle Mitarbeiter von Hilfsorganisationen geklärt werden. Nötig seien vor allem Experten für Koordination und Katastrophenmanagement.

Die Föderation der Rotkreuzorganisationen reagierte zunächst zurückhaltend. "Einiges muss noch klargestellt werden", sagte Sprecher John Sparrow. "Heißt das: Es dürfen alle ins Land einreisen? Oder heißt das: Es dürfen alle, die im Land sind, ins Katastrophengebiet reisen?"

Geberkonferenz am Sonntag

Am Donnerstag hatte sich Ban nach einem Besuch im zerstörten Irrawaddy-Delta bestürzt über die Lage der Überlebenden gezeigt. Das Dorf Kyondah, das Ban bereiste, gilt indes als Vorzeigeort nach der Wirbelsturmkatastrophe. Bei dem Sturm kamen mindestens 78.000 Menschen ums Leben, weitere 56.000 gelten als vermisst. Auf Anrufe Bans aus New York hatte General Than Shwe zuvor nicht reagiert. Ob bei dem Treffen auch das Schicksal der unter Hausarrest stehenden Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi zur Sprache kam, war zunächst nicht zu erfahren.

Weitere Hilfe für die Zyklon-Opfer wird von der internationalen Geberkonferenz erwartet. Diese wurde von den UN und der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean), zu der auch Myanmar gehört, für Sonntag nach Rangun einberufen. Deutschland wird vom Staatsminister im Auswärtigen Amt, Gernot Erler, vertreten. In seinem Flugzeug werden sich auch zehn Tonnen Hilfsgüter für Myanmar befinden, darunter medizinische Notfallsets, Zelte, Moskitonetze, eine Wasseraufbereitungsanlage und Wasserreinigungstabletten. Die Bundesregierung hat deutschen und internationalen Hilfsorganisationen bislang vier Millionen Euro als Soforthilfe für Myanmar zur Verfügung gestellt.

AP/DPA
 
 
KOMMENTARE (8 von 8)
 
testsieger2006 (23.05.2008, 14:36 Uhr)
@Evil-King
Mal direkt beim Wort genannt scheinen Sie, der gleich beleidigend wird, von richtigen Proletariern abzustammen bzw. von denen erzogen worden zu sein.
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Ob gewählt oder nicht ist doch völlig egal. Die werden von ihren eigenen Leuten unterdrückt. Einfach mal logisch denken. (Sollte auch bei Ihrem Bildungsstand möglich sein.)
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@ecomuc4u
weltliche, politische und wirtschaftliche .... sie durchschauen das also alles und haben immer recht. Vor allen Dingen doch wohl ein Recht auf seine eigene Meinung, oder? auch , wenn die nicht mit der Ihrigen übereinstimmt.
ecomoc4u (23.05.2008, 14:24 Uhr)
ban ki moon und sein lächeln
eigentlich müsste die überschrift lauten: "ausland einigt sich mit junta über hilfe".
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die junta soll einfach so ihre meinung geändert haben. vielleicht weil der uno chef so nett lächeln kann. nee, das wird sicher nur die eine hälfte der story sein.
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ps: testsieger2006, bitte über weltliche, politische und wirtschaftliche zusammenhänge wissen aneignen, und dann eine meinung abgeben.
Evil-King (23.05.2008, 12:49 Uhr)
@ Testsieger2006
Mal direkt beim Wort genannt, bist du an Dummheit kaum noch zu übertreffen...
Glaubst du echt, dass die Militärregierung gewählt wurde?????????? Befass dich mal mit der Geschichte Birma's oder guck von mir aus Rambo4! Vllt wird dir dann einiges klar... Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten.
Hitler wurde vllt legal von massig dummen Leuten gewählt, aber nicht die Junta in Birma! Soll ich dir erklären, wie das Militär an die Macht kommt, oder findest du das allein raus?
@ Topic: Faszinierend, dass die USA mit Kriegschiffen vor der Küste rumpendeln. Vllt sollten die nicht nur mit Hilfsgütern aufwarten sondern unternehmen mal was, nachdem sie jahrelang dem Genozid in Birma zugeschaut haben...
@ Bumpinger: Leider bringt auch spenden nicht viel, solange die Junta keine Hilfe zulässt :-(
romeo_ge (23.05.2008, 12:40 Uhr)
re: Spenden ein MUSS?
Es ist erstaunlich, wie beschränkt Ihr Mitgefühl ist. Was muß denn noch passieren, damit wenigstens ein bißchen Empathie in Ihrem kleinen Herzen entsteht? Klar ist jeder Mensch irgendwie verantwortlich für sein Schicksal, aber es ist längst kein Grund, sie allein zu lassen. Wiegen Sie sich in Deutschland nicht in Sicherheit, hier kann genauso etwas passieren, denken Sie an die Flut an der Oder vor einigen Jahren. Wenn Ihnen sowas passieren würde, möchten Sie bestimmt nicht, daß ich mit verschränkten Armen vor Ihnen stehe und diegleichen Argumente wie Sie vorbringe, oder? Und im übrigen gehe ich davon aus, daß Sie die Burmese interviewt haben, weil Sie ja genau wissen, daß sie dasgleiche machen würden, wären sie an der Regierung, oder? Und noch eines: Spenden tut man mit dem Herzen, und nicht durch Steuerabgaben. Für mich gehören Sie nicht zu den Spendern, weil Sie keine Steuer bezahlen würden, würden Sie es nicht müssen. Und vermutlich würden Sie sogar gern die Steuerabgaben um den Anteil reduzieren, der als Hilfe für die Notleidenden in Burma geschickt wird.
testsieger2006 (23.05.2008, 10:41 Uhr)
Spenden ein MUSS?

Diese Leute sind selbst Schuld an der Militärregierung und keiner soll glauben. dass die armen Opfer es nicht ganz genauso gemacht hätten, wären sie an der Regierung. Ein Autofahrer steht ja eigentlich nicht im Stau.... nein er ist der Stau.
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Mein Mitleid hält sich also in Grenzen. Jedes Volk hat im Grunde genommen die Regierung, die es verdient bzw. zulässt.
Über Steuergelder wird übrigens jeder von uns spenden. Man muss nur Steuern zahlen.
mister-mister (23.05.2008, 10:21 Uhr)
Wie großzügig
.......hätten dieses gewissnlose Pack sofort die Hilfe angenommen und nicht noch versucht, aus dem Elend Kapital zu schlagen, wären Tausende vielleicht nicht gestorben.
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Die Verbrecherbande, vor der die UN die ganze Zeit katzbuckelt, sind nichts anderes als tausendfache Mörder.
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Wer zieht sie dafür zur Rechenschaft? Oder tut die UN was sie immer tut - Laberbude und wegschauen??? Man darf gespannt sein.
Bumpinger (23.05.2008, 10:04 Uhr)
Jetzt MUSS gespendet werden !
Weil die Helfer sonst nichts machen können! Es werden drigend Spenden gebraucht !
heartlander98 (23.05.2008, 10:03 Uhr)
Genug
Es sind tausende Menschen gestorben, weil die Diktatoren bisher keine Helfer ins Land ließen. Es ist einfach nicht zu fassen, wie gleichgültig dem Sterben zugesehen wurde. Ich hoffe, die Menschen können sich von dem Regime befreien.
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