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28. September 2007, 07:07 Uhr

Soldaten riegeln Zentrum von Rangun ab

Augenzeugen zufolge beginnen Myanmars Militärs damit, das Zentrum der Millionenstadt Rangun mit Barrikaden abzuriegeln. Außerdem wurde angeblich der Zugang zum Internet gekappt - um die Übermittlung von Informationen zu erschweren.

Das Militär maschiert in den Straßen von Rangun auf, um weitere Proteste zu verhindern.© AFP

In Myanmars Millionenstadt Rangun hat das Militär damit begonnen, das Zentrum abzuriegeln. Laut Augenzeugen fuhren Soldaten und Polizisten auf Lastwagen durch die Straßen und errichteten mit Holz und Stacheldraht Barrikaden. Die riesige Shwedagon-Pagode, von der die jüngsten Proteste ausgingen, sei bereits vollkommen abgeriegelt, berichteten sie weiter.

Demonstranten lieferten sich erneut ein Katz-und-Maus-Spiel mit dem Militär. Menschenmengen beschimpften Soldaten. Diese forderten die Demonstranten über Lautsprecher zum Rückzug auf. Am Donnerstag hatten die Sicherheitskräfte mit Schüssen gedroht, falls sie die Straßen nicht räumten.

Myanmars Militärs kappen das Internet

Die Militärregierung Myanmars hat offenbar den Zugang zum Internet abgeschnitten und verhindert damit die Übermittlung von Berichten, Fotos und Videos an die Außenwelt. Internet-Cafes blieben am Freitag geschlossen. Der Auskunftsdienst des größten Internet-Anbieters war telefonisch nicht mehr zu erreichen.

Bürger-Journalisten gehören zu den Hauptinformanten über die Demokratiebewegung und die Niederschlagung der Proteste in den vergangenen Tagen. Sie nutzen sogar Kontaktseiten im Internet dafür, ihre Berichte und Bilder nach draußen zu schmuggeln. Oppositionelle Nachrichtenorganisationen haben ihrerseits das Internet als Übermittlungsweg genutzt.

Die weit verbreitete Nutzung moderner Technologien durch die Demonstranten und die Opposition ist einer der größten Unterschiede zur Protestbewegung von 1988, als es Tage dauerte, bis Berichte über um sich schießende Soldaten an die Öffentlichkeit gelangten.

AP/Reuters
 
 
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