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5. Oktober 2007, 12:16 Uhr

US-Diplomatin bei Militärjunta

Während der UN-Gesandte Gambari seine Vermittlungsbemühungen in Myanmar abgeschlossen hat, trifft sich nun eine hochrangige US-Diplomatin mit der herrschenden Militärjunta. Hoffnung auf Bewegung gibt es allerdings kaum.

Demonstranten protestieren vor der Botschaft Myanmars in Manila© Romeo Ranoco/Reuters

Die Geschäftsträgerin der US-Botschaft in Myanmar ist mit Vertretern der Militärführung zusammengekommen. Sie folgte damit einer Einladung von gestern. Die Gespräche finden im abgelegenen Regierungssitz Naypyidaw statt. Über den Inhalt der Beratungen ist noch nichts bekannt. Im Vorfeld hatte ein Sprecher des amerikanischen Außenministeriums jedoch betont, dass die Geschäftsträgerin eine - so wörtlich - unmissverständliche Botschaft übermitteln werde.

"Unmissverständliche Botschaft"

Einen Tag nach dem überraschenden, aber mit Bedingungen verknüpften Dialogangebot der Militärjunta an die Opposition ist die Geschäftsträgerin der US-Botschaft in Rangun mit Regierungsvertretern zusammengetroffen. Shari Villarosa flog auf Einladung der Militärjunta am Freitag an den abgelegenen Regierungssitz Naypyidaw, verlautete aus diplomatischen Kreisen in Rangun. Wen die Diplomatin dort treffen sollte, war unklar. Sie werde eine unmissverständliche Botschaft übermitteln, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Washington.

Dennoch sperrt sich China weiterhin gegen Maßnahmen des UN-Sicherheitsrats gegen Militärregierung von myanmar. "Wir glauben immer noch, dass es sich im Grunde um interne Probleme handelt", sagte der chinesische UN-Botschafter Wang Gunagya am Donnerstag in New York. "Keine international aufgezwungene Lösung kann in der Situation helfen." Der UN-Sondergesandte Ibrahim Gambari unterrichtete unterdessen Generalsekretär Ban Ki Moon über die Lage in dem südostasiatischen Land. Freitag wird er dann den Weltsicherheitsrat über seine Gespräche in Myanmar informieren.

Mindestens 6000 Verhaftungen

Gambari war erst wenige Stunden zuvor nach New York zurückgekehrt. Er hatte im Auftrag Bans Gespräche mit der Militärjunta geführt, um diese zu einem gewaltfreien Umgang mit der Demokratie- und Protestbewegung zu bewegen. Gambari war auch mit der unter Hausarrest stehenden Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi zusammengetroffen. Bei der Auflösung friedlicher Protestmärsche von buddhistischen Mönchen und Anhängern der Demokratiebewegung wurden nach Angaben von Dissidenten bis zu 200 Menschen getötet und 6000 verhaftet. Die Behörden gaben die Zahl der Todesopfer mit zehn an.

Junta-Chef General Than Shwe hatte sich am Donnerstag überraschend zu einem Treffen mit der Friedensnobelpreisträgerin bereit erklärt, dafür aber altbekannte Bedingungen gestellt. So müsse Suu Kyi aufhören, internationale Sanktionen gegen Birma zu fordern. Zudem solle sie ihre Landsleute nicht mehr aufrufen, gegen die Militärregierung zu demonstrieren. Zudem lud Than Shwe die ranghöchste US-Diplomatin in Rangun, Shari Villarosa, zu einem Gespräch in seinem Regierungssitz Naypyitaw ein. US-Außenministeriumssprecher Sean McCormack kündigte an, die Diplomatin werde Than Shwe dabei auffordern, das "eiserne Vorgehen" gegen friedliche Demonstranten einzustellen.

Treffen mit Soo Kyi "Propagandatrick"

Oppositionspolitiker im thailändischen Exil bezeichneten Than Shwes bekundete Bereitschaft, Suu Kyi zu treffen, als Propagandatrick vor der Sicherheitsratssitzung. Falls die Militärregierung wirklich mit Suu Kyi sprechen wolle, müsse sie sie erst einmal freilassen, sagte der Oppositionspolitiker Maung Maung. Der philippinische Botschafter in Rangun, Noel Cabrera, beschrieb die Stimmung in der Metropole als "düster, ungewiss und niedergeschlagen". Noch immer sei das Internet blockiert und an allen wichtigen Punkten seien Truppen in Stellung.

AP/DPA
 
 
KOMMENTARE (9 von 9)
 
albundy69 (06.10.2007, 14:24 Uhr)
Nun denn, ......
..... auch von meiner seite kann diese "fehde" hier abgeschlossen werden. Weshalb seitens Ihrer Seite eine "Züchtigung" meiner Präsenz in diesem Forum bei stern.de erfolgen muss, mag ihr Geheimniss bleiben, denn ich habe bisher niemanden auch nur ansatzweise persönlich angegriffen sondern nur (zugegeenermassen) sehr spitz formuliert. Dosvedanja !
mojo.man (06.10.2007, 14:22 Uhr)
Lesen und verstehen.
Zum einen finde ich es sehr interessant albundy69, dass Sie sich darüber entrüsten wie jemand "Behauptungen" aufstellen kann oder darf obwohl gerade Sie dies ohne Unterlass tun!
Zum anderen möchte ich darauf hinweise, dass ich lediglich Ihre Wort verwendet habe. Ich habe nichts von "unfreundlich" geschrieben, sondern von "unhöflich".
Und man kann Ihnen unterstellen, dass Sie die Menschen in "manch anderen asiatischen Städten" indirekt als unhöflich bezeichent haben!
Denn wenn es "in der neuen Hauptstadt ... im Gegensatz zu manch anderen asiatischen Städten ... höfliche Menschen" (Ihre Worte aus Ihrem ersten Kommentar hier) gibt, dann ist die logische Schlussfolgerung, dass es in manch anderen asiatischen Städte solche höflichen Menschen nicht gibt. Der Gegensatz von höflich ist meines Wissens nach unhöflich!? Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.
Auf die Frage, für welches "internationale Observationsbüro" Sie tätig sind haben Sie, wie erwartet, mit Ausflüchten geantwortet.
Ich habe nicht danach gefragt nach welchen Strukturen diese vermeindliche Organisation arbeit! Die Art und Weise, also das "wie", Sie an Ihre dubiosen Informationen kommen wollte ich garnicht wissen.
Ich habe jedoch, mehrfach, nach dem Namen die angeblichen Organisation gefragt!
Aus dem einfachen Grund, da internationale Informationsquellen meist international bekannt sind. Es sei denn, es handelt sich um einen staatlichen Geheimdienst, die möge es natürlich nicht, wenn zuviel über sie bekannt wird. Aber einem Geheimdienst unterstelle ich einmal, dass er keine Mitarbeiter einstellt, die interne Informationen auf öffentlichen Plattformen durchsickern lassen. Wenn doch hat sich deren Mitarbeit meist schnell geregelt.
Es ist schon komisch albundy69, dass es Ihnen Unbehagen bereit, wenn Ihre Behauptungen hier hinterfragt werden. Sie weichen jeglichen kritischen Fragen aus! Aber das ist wohl oft der Fall,dass die Übungen für Propagandatexte (und daran Ihre Kommentare nunmal stark) kritischen Fragen nicht stand halten. Sie werden auch weiterhin keine klaren Antworten auf Fragen geben können, da Sie Ihre Behauptungen nicht belegen können. Und wird Ihnen wohl auch weiterhin nicht passen, wenn Ihre Kommentare in Frage gestellt werden.
Schön weiter üben :)
Shiro.Ookami (06.10.2007, 13:42 Uhr)
Immer die selben Sprüche!
@mojo.man: Und wieder kann ich Ihnen nur zustimmen. Immer die selben Schlagwörter, albundy dreht sich nach wie vor im Kreis, mich langweilen diese Kommentare! Gelacht habe ich jedoch über die Aussage bezüglich der Geldmittel. Meine Gedanken dazu haben Sie ja bereits treffend formuliert.
@albundy69: Sie sind wirklich sehr überzeugt von Ihrem "Wissen" und Ihrer Menschenkenntnis. Entgegen Ihrer Annahme bin ich jedoch eine Frau (was Sie bis heute nicht begriffen haben) und auch nicht als Lehrerin tätig, sondern in der EDV. Desweiteren bin ich selbst Buddhistin, DESHALB VERBITTE ICH MIR JEDEN WEITEREN ABFÄLLIGEN KOMMENTAR über die Mönche. Da mich solche Bemerkungen persönlich beleidigen, werde ich die Redaktion solange nerven, bis man auch Ihnen einen korrekten Umgang mit Mitmenschen beigebracht hat. Im Übrigen: Ich selbst kenne viele Birmesen persönlich (auch Nicht-Mönche) und kann daher nur bekräftigen, dass das was sie von sich geben ausgemachter Schwachsinn ist. Soviel dazu. Eine weitere Reaktion von mir werden Sie nicht erhalten, ich habe bereits zum Ausdruck gebracht, dass ich meine Kräfte leiber anderweilig nutze (zum Beispiel für die Unterstützung der "Pariser Agenten" *muha*)
albundy69 (06.10.2007, 12:41 Uhr)
frendlich/unfreundlich
wenn ich von "freundlichen" menschen in myanmar schreibe, dann erkläre mir bitte einer wie mein "observator" majo.man behaupten kann oder darf ich würde behaupten andere menschen in asien wären "unfreundlich" !?!?!? hab´ ich nie behauptet ! zu Ihrer nicht beantworteten frage nach dem namen unseres/meines instituts/büros so muss ich ZU MEINEM EIGENEN BEDAUERN MITTEILEN (!!) dass ein Teil unseres Konzeptes darauf beruht nicht mit Strukturen nach aussen zu treten, sondern aus einer Multitude von Infos von verschiedenen Mitarbeitern zu einer Gesamtanalyse zu kommen. Ich weiss, es ma zu einfach klingen und Wasser auf die Mühlen von Mojo.man und Konsorten sein, aber ich kann aus eigenem (zugegeben auch finanzielem) Intresse nicht ganz offenlegen wie wir arbeiten. (-->scanning)
mojo.man (06.10.2007, 11:21 Uhr)
Capslock nervt!
Da sagt man immer, mit dem Alter kommt die Weisheit. Ich sage, Ausnahmen bestättigen die Regel.
Wenn ich mir den letzten Kommentar von albundy69 so betrachte ergeben sich für mich wieder einige Ungereimtheiten und Fragen.
Zum Beispiel, was macht ein Volk "heroisch" oder gloreich? Das sind Worte, die Sie albundy69 hier sehr gerne benutzen.
Wer hat behauptet die Menschen in Birma seien nicht freundlich? Sie haben hingegen haben behauptet, dass die Menschen in Naypyidaw, im Gegensatz zu manch anderen asiatischen Städten, "höflich" sind. Das bedeutet demnach, dass die Menschen in manch anderen asiatischen Städten unhöflich sind. Die Arroganz liegt scheinbar eher auf Ihrer Seite albundy69!
Das die Menschen in Birma freundlich und hilfsbereit sind glaub ich Ihnen gerne. Wenn Sie aber in 3 Monaten nur gebildete Menschen dort angetroffen haben, stelle ich mir die Frage ob sie die einfache Bevölkerung überhaupt kennen gelernt haben? Oder anders gefragt, warum ist ein Entwicklungsland in dem es nur gebildete Menschen gibt überhaupt noch ein Entwicklungsland?
Sie behaupten, während Ihrer Rechere weite Gebiete Asiens bereist zu haben. Das mag sein. Aber Sie verheimlichen hier weiterhin, für welches "internationale Observationsbüro" Sie tätig sind? Sollte Ihre Behauptung vom 3.10.2007, 23:21 Uhr womöglich frei erfunden sein? (Ich gehe wieder davon aus, keine Antwort zu erhalten!) Nebenbei bemerkt sind die Synonyme des Wortes "Observation" doch sehr negativ geprägt.
Sie behaupten, dass im August 2007 bereits der Hass der Mönche in diesem Land spürbar war. Warum folgen dann tausende Menschen diesem Hass? Warum begeben sie sich in Gefahr von der Regierung getötet oder verhaft zu werden?
Die schönste Behautung in Ihrem letzten Kommentar ist, dass der "Konterrevolution quasi unbeschränkte geldmittel zum kauf von waffen, primärmaterial und medikamenten" zur Verfügung ständen. Warum hat man dann nur selbstgeschriebene Plakate in den Medien gesehn? Ist Papier in Birma so teuer, dass diese Unsummen an Gelder dafür verbraucht wurden? Warum wurden die "Aufständigen" dann nicht mit Waffen ausgerüstet?
albundy69, die Behauptungen die Sie hier immer wieder aufstellen sind und bleiben sehr deletantisch. Ihre Unglaubwürdigkeit unterstreichen Sie dadurch, dass Sie nicht in der Lage oder nicht Willens sind Ihre Behauptungen zu beweisen. So wird es auch diesmal sein!
Aber machen Sie nichts daraus albundy69, die Propaganda der Militärjunta fängt auch an sich in widersprüchlichen Behauptungen zu verstricken.
tripex (06.10.2007, 03:23 Uhr)
China
Ich hoffe, dass China an dieser Geschichte endgueltig zugrunde geht.
Leute, wacht auf und ueberlegt 2mal, ob sich "geiz ist geil" wirklich lohnt.
albundy69 (06.10.2007, 01:47 Uhr)
Geburtstag
VON MEINER GEBURTSTAGSFEIER SEI IHNEN FOLGENDES UBERMTTELT:
wie arrogant muss man eigentlich sein, dass man dass heroische volk von myanmar nicht als freundlich anerkennt. ich lernte vor 3 monaten nur freundliche, hilfsbereite und gebildete menschen kennen. wahrscheinlich wirft man mir jetzt vor nur die falschen menschen aufgesucht zu haben, worauf ich nur erwidern kann dass unsere recherchen uns durch den ganzen urwald von der nepalesischen bis zur thai-grenze geführt hatten ( in thailand wurde uns übrigens 2 Tage vorAblauf der Reise unsere gesamte Fotoausrüstung gestohlen)
Im August 2007 sagten uns die Menschen bereits, dass sie den Hass der Mönche spürten, und dass die Kräfte der Konterrevolution (pariser agenten und klosterkomiker) über quasi unbeschränkte geldmittel zum kauf von waffen, primärmaterial und medikamenten verfügten) wer zu diesem moment noch am ausbruch der revolte zweifelte war selber schuld. Ich, im Gegensatz zu meinen Mitreisenden war überzeugt, dass es bis Dezember 2007 dauern würde, ehe auf die Tränendrüsegedrückt werden würde. !
mojo.man (05.10.2007, 18:37 Uhr)
Es passiert eher nichts!?
albundy69 mittlerweile zweifle ich ernsthaft daran, dass Sie die Texte zu diesem Thema hier wirklich ernsthaft lesen, geschwiegenden verstehen oder verstehen wollen.
Die Berichterstattung der stern.de-Redaktion lässt keinen Zweifel daran, dass es sich in Birma um einen Konflikt handelt! Das Sie das Wort Konflikt also in Anführungszeichen setzten zeugt entweder von Unverständnis oder Ignoranz. (Ich tippe auf das Zweite)
Ebenso glaube ich nicht, dass der Redaktion ein "Schnitzer" unterlaufen ist wenn sie die das Wort "abgelegen" verwendet. Es umschreibt eher eine Tatsache, wenn eine neue, künstliche Hauptstadt möglichst weit von der Bevölkerung entfernt liegt.
Auch finde ich es interessant, dass die Menschen in Naypyidaw, im Gegensatz zu manch anderen asiatischen Städten, "höflich" sind? Worauf beruht diese Behauptung? Eigene Erfahrungen?
Ich stelle mir langsam die Frage, aus welcher Lektüre Sie, Herr albundy69, Ihre Formulierungen abschreiben. Denn Ihre Wortwahl erinnert sehr an grundlegende Elemente aus Propagandatexten.
Ich stelle jetzt einmal die Vermutung auf, Ihre Art zu schreiben haben Sie bei dem "internationalen Observationsbüro" gelernt, für Sie nach eigenen Aussagen tätig sind. Wie diese internationale Organisation heißt haben Sie bisher nicht verraten oder ist dies etwa ein Geheimnis?
albundy69 (05.10.2007, 17:25 Uhr)
Es geht aufwärts !
@ Redaktion : Ich schätze es absolut wie sie bisher über den "Konflikt" berichteten. Leider ist Ihnen in diesem Artikel ein kleiner Schnitzer unterlaufen. Die Hauptstadt Myanmar ist NAYPYIDAW; und ich glaube kaum, dass man hier den Begriff abgelagen verwenden sollte, da dieses einen schalen Beigeschmack vermittelt. Alles eine Frage der Perspektive: Aus der Sicht der Hauptstadt ist Rangun eine "abgelegener Küstenort". Die Regierung hat den Beschluss der Volksdelegierten umgesetzt die Hauptstadt neu zu errichten um einen neuen Anfang auf dem gloreichen Weg in die Zukunft zu wagen. In der neuen Hauptstadt gibt es im Gegensatz zu manch anderen asiatischen Städten ein
funktionierendes Abflusssystem, gerade Strassen und höfliche Menschen. Aus Naypyidaw heraus wird die Kraft des Wandels über das ganze Land Myanmar leuchten und die Prophezeiung Laotses erfüllen, dass aus dem Neuen das Beste wachsen wird, wenn der Gärtner seine Aufgabe gerrecht erfüllen wird.
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