25. Oktober 2012, 10:00 Uhr

Israel und Hamas vereinbaren Waffenruhe

Die Waffen schweigen: Nach neuer Gewalt im Nahen Osten haben Israel und die Hamas eine Waffenruhe vereinbart. Die Feuerpause trat in der Nacht zum Donnerstag in Kraft.

Nach einem tödlichen Schlagabtausch zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas sollen nun die Waffen schweigen. Israelische Medien berichteten am Donnerstag, um Mitternacht sei eine Waffenruhe in Kraft getreten. In der Nacht und in den Morgenstunden kam es zunächst zu keiner neuen Gewalt. Eine israelische Armeesprecherin sagte: "Es hat keine (israelischen) Luftangriffe gegeben, weil es keine Raketenangriffe mehr gab."

Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen waren seit Dienstagabend vier Palästinenser getötet und mehrere verletzt worden. In Israel schlugen mehr als 80 Raketen und Mörsergranaten ein. Dabei wurden fünf Menschen zum Teil schwer verletzt. Israel hatte daraufhin mit einer Bodenoffensive gedroht.

Gewalt überschattet Ashtons Besuch

Die neue Gewalt überschattete einen Nahost-Besuch der EU-Beauftragten Catherine Ashton, die am Mittwoch in Jerusalem mit der israelischen Führung zusammentraf. Bei einem Treffen mit Staatspräsident Schimon Peres sagte sie, angesichts der Umwälzungen in der arabischen Welt seien Fortschritte beim blockierten Nahost-Friedensprozess umso wichtiger.

"Für dauerhaften Frieden, Stabilität und Wohlstand müssen die Bestrebungen der Völker in der Region berücksichtigt werden, darunter die der Palästinenser nach einem eigenen Staat und die der Israelis nach Sicherheit", sagte Ashton. Sie will an diesem Donnerstag Palästinenserpräsident Mahmud Abbas treffen.

kave/DPA
 
 
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