Startseite

Auf Benedikts Nachfolger warten viele Baustellen

Gemeinsam mit 116 anderen Kardinälen wählt Walter Kasper im März den neuen Papst. Der frühere Ökumene-Präsident sieht Benedikts Nachfolger vor großen Herausforderungen.

  Zusammen mit 116 weiteren Kardinälen wird Walter Kasper beim Konklave im März den neuen Papst wählen

Zusammen mit 116 weiteren Kardinälen wird Walter Kasper beim Konklave im März den neuen Papst wählen

Auf den Nachfolger von Papst Benedikt XVI. warten nach Auffassung des deutschen Kardinals Walter Kasper eine ganze Reihe von Herausforderungen. "Baustellen gibt es viele" sagte der 79-Jährige am Montag in Rom. Kasper, der bei dem Konklave im März zu den 117 wählenden Kardinälen gehören wird, nannte als große Herausforderungen vor allem die Ökumene, die notwendige Reform der Kurie in Rom sowie die Entwicklung hin zu einer auf der südlichen Erdhalbkugel stark wachsenden Weltkirche.

"Ich sehe jedoch mit Zuversicht in die Zukunft", erklärte der frühere Präsident des Päpstlichen Ökumenerates. Benedikt XVI. hatte vor einer Woche angekündigt, am 28. Februar von seinem Amt als Papst zurückzutreten.

"Die Ökumene ist aus deutscher und aus universalkirchlicher Sicht eine der offenen Baustellen, an denen dringend weitergearbeitet werden muss", sagte Kasper. Er hoffe dabei auf einen neuen Papst "mit offenem Ohr und offenem Herzen". In der Ökumene sei in den vergangenen 50 Jahren zwar schon vieles erreicht worden, "es sind da aber noch einige Felsbrocken zu stemmen". Im Gespräch mit den evangelischen Christen seien zweifellos noch Unterschiede da und Fragen offen. Vorhandene Gräben müssten vorsichtig zugeschüttet werden.

Die Römische Kurie muss reformiert werden

Dem Kardinal war in seiner Zeit als Ökumene-Präsident nachgesagt worden, nicht immer einer Meinung mit dem konservativen Papst zu sein. Die anstehende Papstwahl ist Kaspers zweites Konklave.

Als weitere Herausforderung nannte Kasper eine Reform der Kurie in Rom. Notwendig sind dabei aus seiner Sicht mehr Zusammenarbeit und Transparenz in der Kurie selbst sowie auch zwischen Rom und den Ortskirchen. Benedikt werde sich nach seinem Rücktritt nicht mehr "einmischen", zeigte sich Kasper überzeugt. Die Gefahr eines "Schatten-Papstes" bestehe nicht. Es könne aber sein, dass man ihn um Rat fragen werde.

Die Weltkirche müsse sich dem Trend stellen, dass es in Westeuropa eine zunehmende Glaubensferne gibt, "während sich der Schwerpunkt der katholischen Kirche auf die südliche Hemisphäre verlagert". Das soll sich nach Kaspers Auffassung im Konklave aber nicht unbedingt auf die Wahl des Benedikt-Nachfolgers auswirken: "Weder die Geografie noch die ethnische Zugehörigkeit sind das entscheidende Motiv, sondern die Persönlichkeit." In Rom war bereits darüber spekuliert worden, ob der nächste Papst aus Lateinamerika, Afrika oder Asien kommen könnte.

Hanns-Jochen Kaffsack, DPA/DPA

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools