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Algerien rechnet mit weiteren Opfern bei Geiselnahme

Vermutlich muss die Zahl der Toten in der algerischen Wüste nach oben korrigiert werden. Derzeit durchsuchen Spezialeinheiten die Anlage nach weiteren Opfern. Die vorläufige Bilanz: 55 Tote.

  Bei den Militäraktionen gegen die Geiselnehmer in der algerischen Wüste wurden insgesamt 55 Menschen getötet, so die aktuelle Bilanz. 23 Geiseln seien ums Leben gekommen.

Bei den Militäraktionen gegen die Geiselnehmer in der algerischen Wüste wurden insgesamt 55 Menschen getötet, so die aktuelle Bilanz. 23 Geiseln seien ums Leben gekommen.

Die algerische Regierung rechnet mit einer möglicherweise höheren Zahl von Opfern bei der Geiselnahme von In Amenas. Derzeit durchsuchten Spezialeinheiten der Armee die Gasförderanlage nach weiteren Opfern, sagte Kommunikationsminister Mohamed Said am Sonntag im algerischen Radio. Er sei "sehr besorgt", dass die Zahl der Opfer nach oben korrigiert werden müsse. Nach einer vorläufigen Bilanz der Regierung starben bei Geiselnahme und Erstürmung 23 Geiseln. 32 Terroristen seien "neutralisiert" worden. Befreit werden konnten während des Anschlags nach diesen Angaben 685 algerische Beschäftigte und 107 ausländische Mitarbeiter.

Algerien hat sein umstrittenes Vorgehen im Geiseldrama in der Wüste verteidigt. "Der Einsatz ist die Antwort auf eine Entscheidung der Terroristen gewesen, alle Geiseln zu töten und ein wahres Massaker anzurichten", zitierte die Tageszeitung "El-Khabar" einen Armeesprecher.

Das Geiseldrama war am Samstag mit der Erstürmung der Gasanlage bei In Amenas im Osten des Landes blutig zu Ende gegangen. Frankreichs Präsident François Hollande sieht sich durch das blutige Geiseldrama im Kampf gegen den Terrorismus bestärkt. Er verurteilte den Tod der Geiseln als feigen Mord.

Obama bietet den algerischen Stellen Unterstützung an

US-Präsident Barack Obama machte die islamistischen Geiselnehmer für das Blutvergießen verantwortlich. "Die Schuld an dieser Tragödie liegt bei den Terroristen, die sie verursacht haben", hieß es in einer schriftlichen Erklärung in Washington. Die Vereinigten Staaten verurteilten die Aktionen der Angreifer in der schärfsten Form.

Obama bot den algerischen Stellen jede Unterstützung an. Die USA würden weiter mit ihren Partnern eng zusammenarbeiten, um die "Geißel des Terrorismus" in der Region zu bekämpfen. Der Angriff auf das Gasfeld führe erneut die Bedrohung durch Al Kaida und andere gewalttätige Extremisten vor Augen.

Die Anlage In Amenas im Osten Algeriens war am Mittwoch von schwer bewaffneten Islamisten besetzt worden. Am Donnerstag griff das Militär erstmals an. Beim Sturm am Samstag wurden nach einem Bericht der algerischen Nachrichtenagentur APS alle verbliebenen elf Terroristen getötet. Zuvor sollen die Islamisten sieben ausländische Geiseln umgebracht haben. Laut algerischem Radio hatten die Terroristen versucht, einen Teil der Anlage in Brand zu setzen. Die Geiselnehmer in Algerien hatten ein Ende des Militäreinsatzes im Nachbarland Mali gefordert.

kmi/DPA/DPA
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