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4. September 2008, 18:42 Uhr

Detroits Bürgermeister muss ins Gefängnis

Partys mit Prostituierten auf Staatskosten, Amtsmissbrauch, Meineid - Die Liste der Vorwürfe gegen Kwame Kilpatrick ist lang. In zwei Anklagepunkten hat sich Detroits Bürgermeister jetzt offenbar schuldig bekannt.

Kompromiss mit der Staatsanwaltschaft: Kwame Kilpatrick im Gerichtssaal in Detroit© Rebecca Cook/Reuters

Der Bürgermeister der US-Metropole Detroit, Kwame Kilpatrick, muss nach einem Sexskandal für vier Monate ins Gefängnis und von seinem Amt zurücktreten. Zudem müsse er eine Million Dollar an die Stadt zahlen, berichtete der US-Nachrichtensender CNN am Donnerstag. Kilpatrick wurde auch zu weiteren fünf Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt.

Mehrere Millionen Dollar Schweigegeld?

Kilpatricks Anwälte hatten sich dem Bericht zufolge in einem Kompromiss mit der Staatsanwaltschaft darauf geeinigt, dass sich der Bürgermeister in zwei von acht Anklagepunkten für schuldig erklärt. Der 38-Jährige war des Amtsmissbrauchs sowie des Meineids im Zusammenhang mit einer Affäre mit seiner ehemaligen Stabschefin beschuldigt worden. Zudem soll der demokratische Bürgermeister mehrfach Partys mit Prostituierten auf Staatskosten gefeiert haben.

Der verheiratete Kilpatrick hat laut US-Medienberichten mehrere Millionen Dollar gezahlt, damit mehr Einzelheiten seines bewegten Privatlebens nicht bekannt werden.

 
 
 
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