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3. August 2009, 09:18 Uhr

Dritte Verhaftungswelle in China

Einen Monat nach den heftigen Zusammenstößen in der südwest-chinesischen Provinz Xinjiang hat Chinas Polizei nochmals mehr als 300 Menschen festgenommen. Sie waren durch Zeugenaussagen und weitere Ermittlungen ins Visier der Staatsgewalt geraten. Insgesamt dürften nun bis zu 1600 Personen in Polizeigewahrsam sein.

China, Xinjiang, Verhaftungen

Stärke zeigen: Nach den Unruhen in der Provinz Xinjiang setzt China auf eine starke Präsenz auf den Straßen - und nimmt Hunderte Verdächtige fest© Eugene Hoshiko/AP

Knapp einen Monat nach den schweren Unruhen in der südwest-chinesischen Provinz Xinjiang hat die Polizei weitere 319 Menschen verhaftet. Wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntagabend weiter berichtete, seien sie aufgrund von Zeugenaussagen und Ermittlungen belastet worden. Sie seien in der Provinzhauptstadt Ürümqi und anderen Teilen Xinjiangs gefasst worden.

Die Polizei hatte bereits am 29. Juli die Inhaftierung von 253 Menschen bekanntgegeben. Bei den Zusammenstößen zwischen muslimischen Uiguren und Han-Chinesen waren angeblich 197 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten davon sollen Han-Chinesen gewesen sein.

Kurz nach den Unruhen Anfang Juli waren bei einer ersten Verhaftungswelle mehr als 1000 Verdächtige festgenommen worden. Der Polizeisprecher habe nicht mitgeteilt, wie viele dieser wieder auf freiem Fuß seien, schrieb Xinhua.

Gruppen von Exil-Uiguren gehen davon aus, dass bei den Gewalttaten bis zu 800 Menschen ums Leben gekommen waren. Viele von ihnen seien Uiguren, die von der Polizei erschossen oder totgeschlagen worden seien.

Mit mehr als acht Millionen Menschen machen die Uiguren in der chinesischen Unruheprovinz Xinjiang etwa die Hälfte der Bevölkerung aus. Seit sich Peking das Gebiet 1955 als "Autonome Region" einverleibte und Han-Chinesen ansiedelte, kämpft das muslimische Turk-Volk für die Unabhängigkeit. Das Gebiet ist reich an Bodenschätzen und für Peking von strategischer Bedeutung.

DPA
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
LaoLu (04.08.2009, 12:57 Uhr)
Propagandateam -
da fühle ich mich doch sofort angesprochen.
Sie irren wieder, Ugly. Sie dürfen herumreiten, wo immer Sie wollen, aber Sie müssen sich Wiederspruch von mir gefallen lassen, wenn Sie Unsinn erzählen.
Die Han setzen also alles daran, sich auszubreiten?
Da könnten sie Probleme haben, unterliegen sie doch strikt den Regeln der Ein-Kind-Ehe.
Im Gegensatz zu Tibetern und Uiguren übrigens, die dürfen als Angehörige einer der anerkannten Minoritäten mehr Nachwuchs zeugen.
Paßt nicht so recht zu Ihrer Theorie, nicht wahr?
Ugly (03.08.2009, 16:17 Uhr)
Es tut mir leid um jeden Toten
egal welcher Herkunft, da gehen wir konform. Was die Dezimierung angeht, wird die einheimische Bevölkerung solange mit Han überschwemmt, bis sie auf eigenem Territorium eine Minorität ist. Ein unerträglicher Zustand für jede Volksgruppe, vor allem dann, wenn dieser Prozess mit extremer Polizei und Militärpräsenz einhergeht. Diese Territorien wurden annektiert, weil die Gier der chin. Industrie nach Bodenschätzen grenzenlos ist. Was zählt es da noch, ob die "Besatzer" die sie faktisch sind, da überhaupt hingehören.
Liebe Grüsse an das Propagandateam, entschuldigt wenn ich euch aufgeweckt habe und wieder auf Dingen herumreite, die nach eurem Weltbild nicht gesagt werden dürfen. Dies ist ein freies Land. ;)
Skorpid (03.08.2009, 14:36 Uhr)
Sinnfreie Kommentare?
Es ist wirklich schade zu sehen wie wenig Kenntnisse mancher Kommentarschreiber mitbringt. Es gab dort Unruhen mit vielen Toten und jeder einzelne gewalttätig zu Tote gebrachter ist einer zuviel, egal welche Nationalität oder Herkunft er hat. Dass hinter dem ganzen Konflikt aber eine lange Geschichte und verschiedene Mentalitäten stecken, die sich niht in einer so kurzen Nachricht beschreiben lassen, darf auch nicht vernachlässigt werden. So ist inzwischen zum Beispiel als ein Punkt auch bekannt, dass die Taliban bzw. ähnliche fundamentalistische Gruppierungen versuchen in dem Gebiet Fuß zu fassen... und ich glaube, sowas will keienr in seinem Land haben.
Sowohl die uigurischen Nachrichten als auch die chinesische Presse sind nicht gerade für wahrheitsgetreue Berichtserstattung bekannt, also sollte man beiden Seiten nicht so leichtfertig alles glauben und bis man wirklich weiß was los war, sollte man sich solche reißerischen Kommentare sparen.
@Bettlermoensch1: Bitte Beweise für solche grauenhafte Vorwürfe
@Ugly: Ja, sie breiten sich aus, aber nein, sie verwenden dabei keine "Dezimation" als Mittel. Sie siedeln sich einfach nur überall an und was ist daran sooo schlimm?
@Roll-Mobs: Und wieder ein sinnfreier Kommentar mit Bezug auf den Israel Bürgerkrieg...
LaoLu (03.08.2009, 14:21 Uhr)
Sie haben da nicht richtig aufgepaßt, ugly,
Nicht die "Rebellion" war der Grund für die Verfolgung und Verhaftungen.
Nein, da hatte ein aufgewiegelter Mob Menschen gejagt, die anderer Herkunft waren, und die totgeschlagen.
Für mich durchaus ein Grund für polizeiliche Ermittlungen.
Bettlermoensch1 (03.08.2009, 12:56 Uhr)
Furchtbar
Furchtbar, das manche westlichen Medien dieses terroristische Ermorden von Mobs unterstützen!
In zwei Stunden wurden 197 Zivilisten von uigurischen Mobs erstochen, ermordet, zerstückelt. Einige Hankinder wurden sogar enthauptet, und bei einem Mädchen bleibt nur halben Kopf übrig! Wenn in Deutschland einer von Minderheit einen alten Mann prügelt, würden alle diese attacke verurteilen, man würde keine Gewalt tolerieren. Aber wenn es um China geht, werden alle Tötungen gegen Zivilisten legitimiert. Auch solches massive Ermorden ist legitim! Die chinesischen Sicherheitskräfte dürfen nichts tun, um Ordnung wieder zu herstellen. Sobald sie es tun, „verletzen“ sie die „Menschenrechte“.
Ugly (03.08.2009, 12:24 Uhr)
Sie breiten sich aus
Erklärtes Ziel der Han ist es sich ungehindert auszubreiten. Dafür werden "Fremdvölker " mit jedem Mittel dezimiert. Siehe Tibet. Jetzt sind die Uiguren dran. Wenn der Druck auf die Menschen zu hoch wird rebellieren sie. Das nimmt man zum Anlass sie zu verhaften und wenn irgend möglich aus dem Weg zu räumen. Das Wort Menschenrechte scheint in Manadrin keine Entsprechung zu haben.
Roll-Mobs (03.08.2009, 10:15 Uhr)
Nicht nur in Schwarz-Weiss denken...
Nein, dem faschistoiden Systhem in China dürfen wir es verdanken, als dritte Variante auch in Han-Chinesen-Gelb denken zu dürfen!Und so wirds ein wenig einfacher-alles ausser Han-Gelb-Denken ist Einheits-spaltend!(Ob diese Denkkrankheit eine Langzeitnebenwirkung vom Opiumkrieg ist, sei mal dahingestellt!) Und ähnlich den israel. Brüdern und Schwestern im Anti-Spaltungs-Geiste wird jeder noch so begründeter Artikel von den treuen Sklaven dieser Unterdrückungsregimes niedergeschrieben-sprich, zugemüllt und die Wahrheit zugunsten der einheitsgebietenden Machthaber umgedeutet!Und was machen unsere Landesvertretter: Lernen, wie das geht ums schnellstmöglich und so unbemerkt wie Möglich hier auch anzuwenden! Supi! Zum Abschluss: Möge mein Komentar frei von der verlogenen Han-Chinesen-Komentar-Seuche bleiben, danke!
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